Lokalsport

Hamburger verputzen kann lohnen

Basketball Bei einem Sieg im morgigen Heimspiel gegen die Towers winkt den Kirchheim Knights in der 2. Liga der Sprung auf einen Play-off-Platz.

Ein übermächtiger Gegner? Charles Barton und die Knights rechnen sich im Heimspiel gegen Hamburg durchaus etwas aus. Foto: Tanja
Ein übermächtiger Gegner? Charles Barton und die Knights rechnen sich im Heimspiel gegen Hamburg durchaus etwas aus. Foto: Tanja Spindler

Der 20. Spieltag hält für Kirchheims Zweitligabasketballer am morgigen Samstag (19.30 Uhr, Sporthalle Stadtmitte) das Heimduell mit den Hamburg Towers bereit. Nach dem Sieg gegen Ehingen können die Ritter vorsichtig den Blick nach oben wagen. Die auf Platz sieben liegenden Hamburger haben nur zwei Punkte mehr auf dem Konto. Bei einem Heimsieg ist für die neuntplatzierten Ritter also der Sprung auf einen Play-off-Platz drin. „Ich würde nicht sagen, dass das Spiel vorentscheidend ist. Dafür ist es zu früh, aber es ist für beide Mannschaften sehr wichtig“, hat Knights-Trainer Anton Mirolybov erkannt.

Die Erinnerungen an das letzte Kräftemessen mit den Hansestädtern sind dabei noch frisch und nicht allzu gut: Anfang Dezember hatten die Teckstädter in Hamburg denkbar knapp mit 72:77 verloren und einen durchaus möglichen Sieg verpasst.

Soll die Revanche gelingen, muss ein Augenmerk auf Hamburgs Schlüsselspieler Jonathon Williams liegen. Der letztjährige Knights-Akteur war nach einer beeindruckenden Saison im Schwabenland zurück zu den Towers gekehrt, um in Hamburg das ausgegebene Ziel Erstligaaufstieg mit anzupacken. Mit 16,9 Punkten pro Partie leistet Williams zwar einen nicht unerheblichen Beitrag.

Allerdings ist an der Elbe nach einem erfolgreichen Saisonstart Ernüchterung eingekehrt. Nach dem Sieg gegen Kirchheim hatten die Hamburger alle sechs folgenden Partien verloren, ehe am vergangenen Wochenende gegen Baunach die Durststrecke beendet wurde. Eine Schwächephase der Baunacher zum Spielende sicherte die zwei Zähler für Hamburg. Dabei avancierte der kurzfristig nachverpflichtete Adin Vrabac mit 15 Punkten direkt zum Matchwinner. „Hamburg ist Favorit. Sie haben sehr starke Spieler, die jederzeit heiß laufen können. Da ist enorm viel Qualität vorhanden“, zollt Anton Mirolybov dem Gegner Respekt.

Brian Wenzel wieder im Kader

Doch auch die Knights müssen sich nicht verstecken, hatte der Sieg in Ehingen doch wieder für bessere Stimmung unter der Teck gesorgt. „Wir konnten nicht erwarten, nach Ehingen zu fahren und dort lässig durchzumarschieren. Aber wir haben uns durchgebissen und die Punkte geholt. Darauf kam es an“, analysiert Kirchheims Cheftrainer, der gegen Hamburg auch wieder auf den langzeitverletzten Brian Wenzel zurückgreifen kann.

Die größte Hoffnung der Schwaben ist nun, dass alle Spieler gesund bleiben und sich die Mannschaft ohne weitere Schwierigkeiten auf die letzten Monate der Saison vorbereiten kann. „Natürlich haben die vielen Verletzungen und Wechsel unseren Rhythmus durcheinandergebracht. Wir konnten meist nur individuell trainieren. Darunter leidet das Mannschaftsspiel enorm. Ich hoffe sehr, dass wir jetzt einige Wochen ohne Verletzungen trainieren und arbeiten können, und ich bin sehr gespannt, was wir dann erreichen können“, so Mirolybov.cs

Merlins knacken zum fünften Mal 100-Punkte-Marke

Die Crailsheim Merlins haben punktetechnisch mit Zweitligatabellenführer Rasta Vechta gleichgezogen. Nach dem 115:68-Heimsieg am Mittwoch im vorgezogenen Duell mit Schlusslicht Ehingen haben beide Topteams 34 Zähler auf dem Konto. Vechta kann den alten Abstand allerdings bei einem Sieg morgen in Hanau wieder herstellen. Ein Vechtaer Erfolg würde übrigens den Knights in die Karten spielen, da Hanau aktuell Tabellenachter ist und damit den ersten Play-off-Platz besetzt.

Zauberhaft: Für die Merlins war es bereits das fünfte Mal in dieser Saison, dass sie in einer Partie mehr als 100 Punkte erzielten. Insgesamt gab es in der laufenden Spielzeit zwölf Duelle, bei denen ein Team diese magische Grenze durchbrechen konnte. Außer Crailsheim gelang dies noch Karlsruhe (3), Chemnitz (2) sowie Trier und Hamburg (je 1). tb

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