Lokalsport

Harte Kost in den Neidlinger Genusswochen

Bezirksliga Furore-Aufsteiger TVN erwartet am Sonntag den Tabellenzweiten aus Donzdorf.

Will seinen Kasten auch gegen Donzdorf sauber halten: Neidlingens Keeper Andreas Gienger. Foto: Markus Brändli
Will seinen Kasten auch gegen Donzdorf sauber halten: Neidlingens Keeper Andreas Gienger. Foto: Markus Brändli

Neidlingen. Das Punktesammeln ist zur großen Leidenschaft der Neidlinger Bezirksliga-Fußballer geworden. Mit der Maximalzählersumme von 15 aus den vergangenen fünf Partien katapultierte sich der Aufsteiger als Tabellensiebter in die Komfortzone der Liga, aktuell frei von Abstiegssorgen.

Am 23. November begann per 4:1 über den TSV RSK Esslingen die Phase des Frohsinns, die ihren vorläufigen Höhepunkt am Ostermontag mit dem 2:0 beim VfL Kirchheim fand. Nun rückt der neue Tabellenzweite FC Donzdorf an. Neidlingens Trainer Patrick Kölle muss nicht lange überlegen, um den Warner zu geben. „In der Vorrunde hatten wir auch eine sehr gute Phase, schlugen daheim den VfL 5:1“, erinnert sich der kickende Coach, „ein paar Tage später waren wir in Donzdorf chancenlos.“ Das 1:4 im Lautertalstadion war Auftakt für eine Leistungsdelle. „Dieses Beispiel zeigt deutlich, wie schnell sich die Situation ändern kann“, betont Kölle, der im Erfolgsfalle mit seinem Team ab Sonntag gar zu einem ernsthaften Kandidaten für den Relegationsplatz zwei werden könnte.

Unwägbar ist die Neidlinger Lage, weil der Neuling aktuell drei beziehungsweise zwei Spiele weniger als das 42-Punkte-Duo aus Donzdorf und Oberensingen auf den Tabellenplätzen zwei und drei ausgetragen hat. Das 34 Zähler umfassende Konto bietet somit Raum für Träumereien. Patrick Kölle orientiert sich eher an den Realitäten. „Donzdorf hat aktuell ebenso einen Positivlauf“, erklärt er, die Hürde sei absolut hoch.

Harte Kost in den Neidlinger Genusswochen. Der TVN könnte allerdings per Sieg gegen den Ex-Verbandsligisten (Saison 2006/07 sowie 2008/09) auch als Hoffnungsbringer für den VfL Kirchheim dienen. Die spielfreien Teckstädter sind dringend auf Patzer der Konkurrenz im Kampf um Tabellenplatz zwei angewiesen.

Auch die SGEH ist diesbezüglich am Sonntag in einer Schlüsselrolle. Im Hardtwaldstadion rückt die TSV Oberensingen an. „Das heißt, wir bekommen es mit einer hohen individuellen Klasse zu tun“, sieht Sportgemeinschafts-Kapitän Marc Weger Schwerstarbeit für sich und seine Kollegen voraus. „Auch wenn wir Oberensingen stark einschätzen, werden wir auf Sieg spielen“, verspricht Weger.

Durchaus verlockend, denn ein Dreifachpunkten würde zum Zählergleichstand mit der TSVO führen. Weger setzt auf den Teamgeist und die gute Stimmung bei der Sportgemeinschaft. „Es macht einfach Spaß, montags in die Zeitung zu schauen“, sagt er in Hinblick auf das bisher Erreichte. Per Sieg über den FC Donzdorf könnte die Laune sogar noch erheblich gesteigert werden.Reimund Elbe

Sehnsucht nach dem Hardtwald wird gestillt

Für die SGEH ist das Match gegen die TSV Oberensingen nicht nur deshalb besonders, weil es das Duell zwischen dem Tabellenfünften und -dritten ist. „Wir können endlich wieder auf heimischem Rasen spielen“, sieht Kapitän Marc Weger die Sehnsucht nach der Rückkehr in heimische Gefilde endlich gestillt.

Das letzte Heimspiel der Sportgemeinschaft im Hardtwaldstadion ging am 19. November des vergangenen Jahres, also sage und schreibe vor rund viereinhalb Monaten, über die Bühne - endete mit einem 7:5 über den Tabellenletzten TSV Obere Fils. Für das Spiel gegen den FTSV Kuchen am 29. März musste das vom Winter traditionell speziell geplagte Team von Dieter Hiller bekanntlich auf den Kunstrasen in Neuffen ausweichen - kein „echtes“ Heimspiel somit.rei

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