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Haushohe Zwischenführung verpufftspielstenogramm

Handball-Relegation: VfL Kirchheim verspielt Acht-Tore-Vorsprung und muss sich gegen Bettringen mit 25:23-Sieg begnügen

Der VfL Kirchheim ist mit einem 25:23 (13:8)-Heimerfolg über die SG Bettringen in die Aufstiegsrelegation zur Handball-Landesliga gestartet. Die Siegesfreude hielt sich allerdings in Grenzen, da man die Chance verpasste, sich eine komfortablere Ausgangslage für das morgige Rückspiel zu erarbeiten.

Fünffacher Torschütze gegen Bettringen: VfL-Spieler Martin Rudolph.Foto: Markus Brändli
Fünffacher Torschütze gegen Bettringen: VfL-Spieler Martin Rudolph.Foto: Markus Brändli

Kirchheim. Trotz des ungewöhnlichen Spielbeginns um 11 Uhr fanden die Spieler in der Walter-Jacob-Halle volle Tribünen vor. Von den Fans angetrieben – auch durch die VfL-Fußballer, die erneut für Stimmung sorgten –, erwischte der VfL einen Start nach Maß. Schon nach sechs Minuten führte die Mannschaft von Trainer Engelbert Eisenbeil mit 4:0. Die SG biss sich an der VfL-Abwehr die Zähne aus, weil sich auch Torhüter Oliver Latzel mehrfach auszeichnete. In der Folge nutzten die Gastgeber Überzahlsituationen konsequent aus, sodass sie in der 14. Minute rekordverdächtig mit 9:1 in Front lagen. Doch nun, als es schien, als könne der VfL das Spiel souverän kontrollieren, schlichen sich immer mehr Fehler ins Spiel ein. Die Bettringer holten auf und konnten vier Minuten vor der Pause auf 8:11 verkürzen. Der VfL konterte durch Tore von Julian Mikolaj und Martin Rudolph, sodass beim 13:8 die Seiten gewechselt wurden.

Die zweite Halbzeit begannen die Teckstädter konzentriert. Nach sechs Minuten setzte sich der VfL auf 18:11 ab. Doch nun folgte ein vollständiger Bruch im Kirchheimer Spiel. In der Offensive agierten die Hausherren viel zu statisch, und die Angriffe wurden zumeist deutlich zu überhastet abgeschlossen. Auch das Rückzugsverhalten des VfL wies klare Mängel auf, wodurch die Gäste zu einfachen Toren kamen. Die Folge: Der Vorsprung schmolz dahin. Spätestens nach dem Treffer zum 19:20 (50.) hatte die SG den Anschluss wiederhergestellt. Die Kirchheimer wirkten zusehends verunsichert. Doch der nun ins Tor gekommene Torhüter David Pisch vereitelte bei seiner ersten Aktion einen Siebenmeter und konnte auch danach durch weitere Paraden positive Impulse setzen.

Dank des 22:19 durch Julian Mikolaj betrug der Vorsprung acht Minuten vor dem Ende wieder drei Treffer. Jedoch war in der Folge erneut das eigentliche Prunkstück der Kirchheimer an diesem Tag ihr größtes Manko: Der Motor stockte in der Offensive. So schafften die nie aufgebenden Bettringer in der 56. Minute sogar den 22:22-Ausgleich. In der hektischen Schlussphase behielten die Kirchheimer die Nerven und gewannen letztendlich mit 25:23.

Unter dem Strich steht ein Sieg, der nicht der erhoffte Erfolg war. Zwar fahren die Kirchheimer morgen mit einem Zwei-Tore-Vorsprung im Gepäck zur Auswärtspartie in Bettringen (ab 18 Uhr, Uhlandhalle Wolf-Hirth-Straße) allerdings ist die Ausgangslage ob des knappen Ergebnisses nicht optimal. Das Rückspiel verspricht, besonders spannend zu werden. Eine VfL-Leistungssteigerung wird vonnöten sein, um in die zweite und letzte Relegationsrunde einzuziehen.ol

VfL Kirchheim: Pisch, O. Latzel – S. Latzel (2), M. Mikolaj (3), Weber (1), Metzger (3), J. Mikolaj (9/4), Müller, Zoll, Schwarzbauer (2), Keller, Rudolph (5), Pradler

SG Bettringen: Scheid, Krieg – Betz (3), Schneider (2), Karmann (5/1), Folter (1), Wendisch (2), Kohler (6/3), M. Weber (1), Breunig, B. Weber (1), Rott, Nuding, Abele (2)

Schiedsrichter: Vogelmann/Wußler (TV Oppenweiler/TV Großbottwar)

Zeitstrafen: 7 - 8

Disqualifikation: Bastian Weber (SG/53.)

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