Lokalsport

Heimabschied mit einem Sieg

Tischtennis: TTC gewinnt 6:4

„Das war für unsere Zuschauer ein schöner und versöhnlicher Abschluss.“ Jürgen Veith, der Manager von Tischtenniszweitligist TTC Frickenhausen, freute sich gestern nicht nur über den 6:4-Heimsieg gegen den TTC Ober-Erlenbach, sondern auch über den besten Besuch in dieser Saison. Mehr als 180 Zuschauer sorgten in der Sporthalle auf dem Berg für Stimmung, zumal die Gastgeber den vierten Tabellenplatz verteidigten.

Frickenhausen. Leichte Skepsis war vor der Partie im Lager der Hausherren spürbar – die Frage war, wie weit Marton Szita seine Schulterverletzung behindern würde. Vor einer Woche in Herne hatte der 20-Jährige das Doppel abschenken müssen, aber im letzten Match den Punkt zum 5:5-Endstand erkämpft. „Ihm ging es heute schon besser“, erklärte Manager Veith, „und dafür, dass er keinen Topspin spielen konnte, hat er sich klasse aus der Affäre gezogen.“ Mit einem klaren 3:0 gegen den Gäste-Ersatzmann Fabian Zhou sorgte Szita für den Siegpunkt.

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Die Gäste hatten den Ex-Frickenhausener Kohei Sambe nicht mit ins Täle gebracht, sodass der ehemalige TTC-Akteur Dang Qiu auf Position eins vorrückte. Der Japaner Yuto Higashi kam an Tisch zwei zum Einsatz, und nach der etatmäßigen Nummer drei, Jens Schabacker, komplettierte der 18-jährige Verbandsligaspieler Fabian Zhou das Gäste-Team. Im Doppel an der Seite von Higashi machte er seine Sache gut, Yoshimura und Zeljko gewannen mit viel Mühe mit 3:2. Im Einzel gegen Alfredas Udra (3:0) und gegen Szita hatte er allerdings keine reelle Chance.

Dafür machte auf Frickenhausener Seite Filip Zeljko „sein bestes Spiel im TTC-Trikot“ (Veith). Der Kroate holte drei Zähler. Seine Körpersprache signalisierte sowohl gegen Dang Qiu (3:1) als auch gegen Yuto Higashi 3:0): „Ich will unbedingt gewinnen.“ Mit teilweise unglaublichen Schlägen und präzisen Kontern gab er seinen Gegenspielern ein ums andere Mal Rätsel auf. TTC-Präsident, Rolf Wohlhaupter-Hermann, lobte kurz und knapp: „Filip war heute Sonderklasse.“

Wesentlich kritischer sah er das Auftreten von Kazuhiro Yoshimura: „Er war eine einzige Enttäuschung, ohne Einsatz, ohne Körpersprache.“ Auch Jürgen Veith war das negativ aufgefallen: „Heute kann man nicht von einer geschlossenen Mannschaftsleistung sprechen, das war zwar ein verdienter Sieg, aber nur aufgrund von einzelnen starken Leistungen.“

Ein besonderes Spiel war es für Dang Qiu. Der ehemalige Frickenhausener war vor der Saison zu den Hessen gewechselt und gab zu, dass „das heutige Spiel schon etwas Anderes war als die normalen Ligaspiele“. Seit der Jugend hatte der 19-Jährige für den TTC gespielt. „Ich wusste nicht, wie mich das Publikum empfangen würde“, gestand er, „doch das war dann doch sehr freundlich.“

Zum Abschluss der Saison gastiert der TTC Frickenhausen am 17. April beim Tabellenvorletzten TuS Fürstenfeldbruck. Ob der momentane vierte Platz (20:14) noch verbessert werden kann, wird sich zeigen, denn die vor dem TTC liegenden Teams aus Jülich, Hilpoltstein (beide 21:11) und Bad Königshofen (21:13) spielen unter anderem noch gegeneinander.hps