Lokalsport

Heimvereine stehen in der Verantwortung

Fußball Der WFV bereitet sich wegen steigender Corona-Fallzahlen auf unterschiedliche Szenarien zum Saisonstart vor.

Stuttgart. Angesichts steigender Infektionszahlen haben sich die Fußballverbände in Baden-Württemberg über den bevorstehenden Saisonstart ausgetauscht. Liegt die Sieben-Tage-Inzidenz stabil über 35, ist der Trainings- und Spielbetrieb im jeweiligen Stadt- oder Landkreis nach der aktuellen Corona-Verordnung des Landes nur noch mit 3G-Nachweis (getestet, genesen oder geimpft) erlaubt. Aktuell gibt es zwar in keinem baden-württembergischen Stadt- oder Landkreis eine entsprechende Allgemeinverfügung, ein Stadtkreis lag jedoch zuletzt über der Grenze von 35.

Eine neuerliche Unterbrechung oder Aussetzung des Spielbetriebs steht für die Verbände nicht zur Diskussion. Der für den Spielbetrieb im WFV zuständige Ausschussvorsitzende, Harald Müller, meint: „Unser klarer Auftrag ist es, den Spielbetrieb zu gewährleisten. Das möchten wir auch tun, solange es die gesetzlichen Rahmenbedingungen erlauben und unter zumutbaren Bedingungen gespielt werden kann.“ Selbst bei Inzidenzen über 50 ist nach aktueller Rechtslage ein normaler Trainings- und Spielbetrieb möglich. Bei einer Inzidenz stabil über 50 ist die Zahl der Aktiven im Freien zwar auf 25 Personen begrenzt, jedoch werden Genesene und vollständig Geimpfte nicht mitgezählt. Eine neue Sachlage könnte sich bereits im Rahmen der Ministerpräsidentenkonferenz am kommenden Dienstag, 10. August, ergeben.

Selbsttests vor Ort möglich

Bei Inzidenzen von über 35 und der damit verbundenen Nachweispflicht steht der Heimverein als Gastgeber in der Verantwortung, dass nur zugelassene Personen Zutritt zum Sportgelände erhalten. Der WFV appelliert an die Vereine, Besucher und Sportler rechtzeitig auf die staatlichen Vorgaben aufmerksam zu machen, um unnötige Diskussionen unmittelbar vor dem Spiel zu vermeiden. Selbsttests könnten von Vereinsvertretern vor Ort überwacht und bestätigt werden. Eine Vorlage für ein Bestätigungsformular stellen die Verbände zum Download zur Verfügung.

Die Organisation von Spieltagen bei Inzidenzen über 35 seien zwar mit mehr Aufwand verbunden, meint WFV-Hauptgeschäftsführer Frank Thumm, jedoch nicht in einem Maße, der eine Unterbrechung des Spielbetriebs rechtfertigte: „Immer mehr Menschen sind geimpft und immer weniger müssen sich daher testen.“ Thumm appeliert an alle Personen, für die es eine Impfempfehlung gibt: „Lassen Sie sich impfen! Wer sich impfen lässt, übernimmt Verantwortung für sich selbst, für seine Mitmenschen und damit auch für den Vereinssport.“ Ein Leitfaden der Fußballverbände soll zudem die Vereine künftig bei der Organisation von Spieltagen unterstützen.pm

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