Lokalsport

Heller GrundKommentar

Wortloses Staunen, überschäumende Freude, bittere Enttäuschung. Eine Mannschaft wie ein Mann, ein Team zwischen Himmel und Hölle, zwischen Raubkatze und Stubentiger. Die Saison bot alles, nur keine Langeweile. Nach dem Rausch folgt jetzt der Kater. Die Erwartungen zu groß, der Druck zu hoch und auf der Zielgeraden die Erkenntnis, die sich am knappsten mit dem Satz des Bayern-Fußballers Thomas Müller beschreiben ließe: Uns fehlte die Geilheit.

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Mit ein paar Tagen Distanz wird im Saisongemälde der Kirchheimer Basketballer vermutlich die helle Grundierung ins Auge springen. Dann ist es an der Zeit, dass sich die Optimisten ans Werk machen. Die Strichführung der Knights wirkt erstaunlich sicher. Nur wenige hatten dies dem „grünen“ Duo an der Spitze bei ihrem Debüt vor zwei Jahren zugetraut. Manager Christoph Schmidt und sein Cheftrainer Michael Mai verrichten ihre Arbeit bisher so, wie man das von weitaus erfahreneren Kräften in der Liga kennt: unaufgeregt, geradlinig, zielstrebig.

Wie viel von dem Zufall war, wird die kommende Saison zeigen. Die Unterschrift des Trainers gilt seit Wochen nur noch als Formsache. Mit Besnik Bekteshi, Tim Koch und Andreas Kronhardt stehen drei Spieler, die sich beweisen müssen, auch im kommenden Jahr unter Vertrag. Einigen anderen, so viel steht fest, wird man zumindest die Hand reichen. Die Zeichen bei den Knights stehen auf Kontinuität und weniger Welpenschutz. Keine schlechten Voraussetzungen für die neue Runde. BERND KÖBLE