Lokalsport

Herzschlagfinale hoch fünf

Der letzte Spieltag der Fußball-Landesliga bietet Hochspannung

Spannung pur am letzten Spieltag der Fußball-Landesliga: Zwischen Ebersbach und Boll geht‘s um die Aufstiegs-Relegation, dazu gibt‘s vier Abstiegs-Endspiele.

Ein letztes Mal Abklatschen: Weilheims Landesligakicker bestreiten am Sonntag das Ligaendspiel in Hofherrnweiler. Foto: Markus B
Ein letztes Mal Abklatschen: Weilheims Landesligakicker bestreiten am Sonntag das Ligaendspiel in Hofherrnweiler. Foto: Markus Brändli

Kirchheim. Noch sechs Vereine unter gewaltigem Druck. Mehr Nervenkitzel geht kaum. Und das Angenehme für den TSV Weilheim: Er könnte das Spektakel in aller Ruhe und Gelassenheit von der Limburg aus mit dem Fernglas verfolgen – wenn morgen nicht die letzte Pflichtübung in Hofherrnweiler zu erledigen wäre. Als Tabellenvierter schwebt Weilheim schon länger jenseits von Gut und Böse .

Das gilt für den Aufsteiger von der Ostalb (38 Punkte) nicht. Ihm fehlt noch ein Punkt, um den Klassenverbleib endgültig abzusichern. Weilheim, im Hinspiel 4:0-Sieger, darf sich im letzten Pflichtspiel unter der Regie von Alexander Hübbe auf heftige Gegenwehr gefasst machen. Da kommt die Rückkehr von Verteidiger Martin Kirschmann nach zwei Spielen Sperre gerade recht.

Weit näher am Abgrund als Hofherrnweiler-Unterrombach stehen der TV Echterdingen (36 Punkte), der TSGV Waldstetten, der SV Bonlanden und der TSV Köngen (alle 35). Eine der vier Mannschaften wird es erwischen, eine zweite schafft es in die Relegation. Die mit Abstand schwerste Aufgabe hat der SV Bonlanden gegen Bad Boll. „Es kann für uns ein Vorteil sein, dass die unbedingt gewinnen müssen. Wir gehen ganz locker an die Sache heran“, versichert Bolls Spielleiter Günther Ascherl.

Zumal Aufstiegskonkurrent SV Ebersbach zwar das deutlich schlechtere Torverhältnis, dennoch die bessere Ausgangsposition hat. Die Radojevic-Elf empfängt den FV 09 Nürtingen, der sich am vergangenen Samstag mit dem 2:1-Erfolg beim TV Echterdingen gerettet hat. Aber auch hier stellt sich die Frage: Kann Ebersbach die Last, unbedingt gewinnen zu müssen, locker wegstecken?

Der SV Ebnat, der SC Stammheim und der TSV Buch kehren in die Bezirksligen zurück. Als Viertletzter muss der TSV Köngen mindestens eine Mannschaft überholen, um sich für die Relegation zu qualifizieren. „Wir haben das Endspiel erreicht. Jetzt müssen wir noch den letzten Schritt tun“, sagt der Ex-Kirchheimer Trainer Ralf Rueff vor dem Gang nach Stammheim. Mit dem 3:0 zuletzt in der Fuchsgrube gegen den SC Geislingen tankten seine Mannen das nötige Selbstvertrauen dafür.

Ein anderer ehemaliger Kirchheimer Coach hat auch noch Sorgenfalten auf der Stirn. Ein Punkt Vorsprung auf das Trio dahinter ist für Aleksandar Kalic vom TV Echterdingen kein sanftes Ruhekissen. Zumal die Schwarz-Gelben von den Fildern das weitaus schlechteste Torverhältnis aufweisen. Kalic ist trotzdem zuversichtlich: „Wir haben es selber in der Hand. Mit einem Sieg sind wir gerettet.“ Im Gegensatz zur Vorwoche beim Reinfall gegen Nürtingen, als sich zwei Spieler zu einem Junggesellen-Abschied, einer zu einer Hochzeitsfeier und ein anderer nach Las Vegas abseilten, kann er diesmal wieder aus dem Vollen schöpfen. Sein Kapitän Marcel Helber, ebenfalls Ex-Kirchheimer, trägt sich mit Abwanderungsgedanken.

Mit Calcio Leinfelden-Echterdingen ist der Meister gekürt. Auch der Torschützenkönig steht so gut wie fest. Daniel Zuljevic (Boll) hat 24 Mal getroffen und dürfte von den Verfolgern Fatih Özkahraman (Calcio) und Benjamin Passer (Blaustein), jeweils 19, nicht mehr einzuholen sein. Um die Krone des besten Zuspielers duellieren sich Fabian Abramowitz (Ebersbach) und Pascal Hartmann (Bad Boll), beide mit bisher 18 Vorlagen.

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