Lokalsport

„Heute war mehr drin“

VfL-Cracks ringen Verbandsliga-Favorit Plüderhausen ein 8:8 ab

Gegen den hoch gewetteten SV Plüderhausen hat Tischtennis-Verbandsligist VfL Kirchheim ein 8:8 erkämpft. Die abschließende Preisfrage war: Punktgewinn oder Punktverlust?

Tischtennis-Verbandsliga: VfL Kirchheim - SSV ReutlingenPatrick Strauch
Tischtennis-Verbandsliga: VfL Kirchheim - SSV ReutlingenPatrick Strauch

Kirchheim. Nach der geschlossenen Mannschaftsleistung zum Saisonstart mit dem Auswärtssieg in Steinheim wollte der VfL Kirchheim gegen die Remstäler nachlegen. Das gelang immerhin zur Hälfte. Etwas überraschend trat der Gegner fast in Bestbesetzung an – selbst mit Stefan Tietze, der bis vor Kurzem noch an einem Schlüsselbeinbruch laboriert hatte.

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Wie in der Vorwoche tat sich der VfL in den Doppeln ziemlich schwer, wobei das Doppel 1 mit Klyeisen/Übelhör in drei Sätzen als Sieger vom Tisch ging und das Doppel 3 Sabo/Strauch ebenso glatt in drei Sätzen unterlag. Geßner/Hohl konnten eine knappe Fünfsatzniederlage nicht verhindern.

Kirchheims Nummer eins Simon Geßner sah lange Zeit wie der sichere Sieger gegen Schaal aus, am Ende unterlag er aber unglücklich in der Verlängerung des Entscheidungssatzes. Michael Klyeisen musste sich Plüderhausens neuem Spitzenspieler Rosc stellen, wobei er einen guten Start erwischte, dann aber immer mehr gegen den sehr stark aufspielenden Gegner ins passive Spiel gedrängt wurde und am Ende in vier Sätzen unterlag.

Christian Übelhör spielte gegen Tietze sehr souverän auf und setzte sich ungefährdet mit einem Dreisatzsieg durch. Am Nebentisch lieferten sich VfL-Neuzugang Sabo und der frühere Kornwestheimer Blagojevic ein hochklassiges Verbandsliga-Duell, welches der Kirchheimer knapp für sich entscheiden konnte.

Durch die beiden Siege am mittleren Paarkreuz konnte der VfL den Rückstand auf 3:4 verringern. Einen sehr guten Tag erwischte Patrick Strauch. Am hinteren Paarkreuz setzte er sich nach einer fast fehlerfreien Vorstellung gegen Rieger in vier Sätzen durch. Michael Hohl zog am Nebentisch mit einer ebenfalls soliden Leistung nach und sorgte für die erste VfL-Führung des Tages – 5:4.

Getragen durch die Erfolge der vorangehenden Partien zeigte sich auch das Spitzenpaarkreuz des VfL deutlich verbessert gegenüber dem ersten Durchgang. Simon Geßner sorgte mit seinem Sieg gegen SV-Spitzenspieler Rosc für die Überraschung des Tages. Michael Klyeisen wollte da nicht nachstehen und gewann sicher in drei Sätzen gegen Schaal. Danach wurde der VfL-Siegeszug mit zwei Niederlagen im mittleren Paarkreuz recht abrupt gestoppt. Christian Übelhör kam gegen Blagojevic überhaupt nicht ins Spiel, Benjamin Sabo musste gegen einen immer stärker werdenden Tietze seine erste Niederlage im VfL-Trikot einstecken. Michael Hohl kassierte gegen Rieger eine Viersatzniederlage. Auch in seiner zweiten Partie gegen Dilger konnte Patrick Strauch als Sieger vom Tisch gehen und sorgte damit für den achten VfL-Punkt.

Damit stand es 8:7 – das Schlussdoppel zwischen Klyeisen/Übelhör und Rosc/Blagojevic entschied über Sieg oder Unentschieden. Es war an Spannung nicht zu überbieten. Im vierten Satz hatten das VfL-Duo einen Matchball – vergeben. Den Plüder­hausenern gelang der 2:2-Satzausgleich, wonach sie im fünften Durchgang 11:7 triumphierten.

„Vor der Partie wären wir mit einem 8:8 zufrieden gewesen, tatsächlich war heute aber mehr drin gewesen“, urteilte VfL-Kapitän Patrick Strauch nach dem letzten Ballwechsel.mh