Lokalsport

Himmel oder Hölle an Himmelfahrt

Handball Die SG Lenningen muss im Rückspiel in der ersten Relegationsrunde morgen gegen Kornwestheim mindestens ein Tor mehr schießen als der Gegner.

Abwehrchef und Vollstrecker: Chris Rieke ist eine der Schlüsselfiguren bei der SG Lenningen.Foto: Silviani
Abwehrchef und Vollstrecker: Chris Rieke ist eine der Schlüsselfiguren bei der SG Lenningen.Foto: Silviani

Wir haben eine gute Ausgangsposition - so fasst Lenningens Trainer Peter Schmauk die 28:29-Niederlage aus dem Hinspiel am vergangenen Samstag zusammen. Das eine Tor Unterschied im ersten Relegationsspiel um den Aufstieg in die Handball-Landesliga fühlt sich für die Lenninger fast schon wie ein Sieg an. Schließlich war die SG Mitte der zweiten Halbzeit zwischenzeitlich mit vier Toren im Rückstand. Doch eine gute Moral und ein erneutes Aufbäumen in der Schlussphase sorgte dafür, dass die Lage nicht aussichtslos ist. Im Gegenteil: Schmauk machte nie einen Hehl daraus, dass er einen komfortablen Vorsprung seiner Mannschaft mehr gefürchtet hätte. So weiß jeder, mit welchem Ernst die Aufgabe im morgigen Rückspiel ab 17 Uhr in eigener Halle anzupacken ist.

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Scholz und Awad fehlen

Gegner Kornwestheim muss morgen personell umplanen. Die beiden Drittliga-Abgeordneten Tim Scholz und Adrian Awad, die im Hinspiel dabei waren, sind auf Abschlussfahrt mit der ersten Mannschaft. Dafür kehrt wohl Maximilian Remmler, Toptorschütze der zweiten Mannschaft, zurück ins Team. Viele Unbekannte stecken in der Rechnung beider Mannschaften vor dem entscheidenden Erstrunden-Spiel. Auf Kornwestheimer Seite beginnt das bereits bei der Spielstätte, die der SV auf seiner Homepage versucht hat, zu verorten: Irgendwo zwischen Reutlingen und Kirchheim/Teck.

28 Auswärtstore als Basis

In Lenningen begegnet man der fehlenden geografischen Schärfe beim Gegner mit Selbstbewusstsein. Das Zusammenspiel zwischen Abwehr und den Torhütern funktionierte im Hinspiel über weite Strecken prächtig. Im Angriff rechnet man sich gegen die bekannt offensiv ausgerichtete Abwehr des SV gute Chancen aus. Letztlich sind 28 Auswärtstore auch eine gute Basis vor dem Gong zur zweiten Runde. Über Motivation und Kampfbereitschaft seiner Mannschaft braucht sich Peter Schmauk jedenfalls den Kopf nicht zu zerbrechen. Alle Spieler sind fit, die Freude auf das Spiel gewaltig.

Das gilt für einen großen Teil der Wielandstein-Gemeinde. Viele Fans erinnern sich an das Aufstiegssjahr 2015. Auch damals spielte die SG an Himmelfahrt zuhause. Nach einem 29:26-Heimsieg in der zweiten Runde gegen die SG Hofen/Hüttlingen feierten die Lenninger zwei Tage später trotz einer 33:34-Niederlage im Rückspiel den Einzug in die Landesliga. Die Kulisse in der Lenninger Sporthalle könnte auch morgen Sicherheit geben und ihren Teil zum Erfolg beitragen. Dass just am Himmelfahrtstag mit seinem prallen Angebot an Ausflugszielen der Frühsommer eine Pause einlegen soll, könnte den Handballern entgegen kommen. Für alle, die sich beides nicht entgehen lassen wollen, veranstaltet die SG schon ab 14 Uhr eine Hocketse in und neben der Halle. Drei Stunden Einstimmung auf das wichtige Spiel. Das sollte fürs Tollhaus genügen.bk/as

So wollen sie spielen

SG Lenningen: Bezold, Reichle, Lamparter, Nebenführ, Rieke, Renz, Ringelspacher, Austen, Haid, L. Bächle, M. Bächle, Pisch, Trenkle, Trenkle