Lokalsport

Hinten sicher, vorne mit Pech

Der TSV Weilheim verliert das Verfolgerduell gegen Dorfmerkingen mit 0:1

Der TSV Weilheim hat den Anschluss nach oben in der Fußball-Landesliga verpasst. Im Verfolgerduell mit Dorfmerkingen gab es ein 0:1 (0:0).

Weilheim. Die taktische Marschrichtung von Weilheims Trainer Christopher Eisenhardt schien fast aufzugehen. Mit einer Fünferabwehrkette wollte der TSVW-Coach den gefährlichen Angreifer der Gäste ausschalten. Bis auf wenige gute Einschussmöglichkeiten der Dorf-merkinger stand die Weilheimer Hintermannschaft recht sicher. „Weitschüsse sind schwer zu verteidigen“, meinte Eisenhardt nach dem Schlusspfiff. Mit einem Volleyschuss aus 20 Metern war dem Dorfmerkinger Philipp Schiele das entscheidende Tor (63.) gelungen. Für den Weilheimer Torwart Ben Brenken gab es dabei nichts zu halten.

Der Gästetrainer Helmut Dieterle war nach dem Schlusspfiff überglücklich: „Wir wollten das Spiel unbedingt gewinnen. Ich denke, das hat man auch gesehen. Wir hatten eindeutig mehr Spielanteile.“ Nach dem 1:0-Führungstreffer der Gäste musste der TSVW-Trainer seine taktische Marschroute ändern. Eisenhardt brachte mit Andre Kriks einen zweiten Stürmer und löste die Fünferabwehrkette auf. Diese Umstellung wäre fast von Erfolg gekrönt gewesen: Nach einem Freistoß von Christoph Bauer verlängerte Andre Kriks das Leder mit dem Kopf, doch der freistehende Dominik Brück vergab die gute Möglichkeit und schob den Ball genau in die Arme von SFD-Keeper Christian Zech (75.).

Nur wenige Minuten später erhitzten sich die Gemüter auf der Weilheimer Bank dann vollends. Erneut nach einem Freistoß von Christoph Bauer kam der eingewechselte Ferdi Er völlig frei zum Kopfball, doch Niklas Weißenberger rettete mit einem artistischen Fallrückzieher auf der Torlinie für seinen geschlagenen Torwart (78.). Bei dieser Aktion gab es einige Diskussionen, denn viele Weilheimer hatten den Ball schon hinter der Torlinie gesehen. Schiedsrichter Simon Hofmann entschied nach einem Blickwechsel mit seinem Schiedsrichterassistenten sofort auf kein Tor. „Obwohl unser Sieg sicherlich verdient war, hatten wir das Glück auch mal auf unserer Seite“, meinte der Dorfmerkinger Trainer zu dieser Szene.

Vor allem in der ersten Hälfte war der Aufstiegsmitfavorit das bessere Team und hätte schon nach wenigen Spielminuten in Führung gehen können. Nach einer schönen Einzelaktion knallte Simon Vesel das Leder an den Weilheimer Torpfosten, den abprallenden Ball konnte der etwas überraschte Felix Gruber nicht im Tor unterbringen (4.). Die Limburgstädter versuchten aus einer massiven Abwehr mit schnellen Kontern, gefährlich vor das Dorfmerkinger Tor zu kommen. Dies gelang im ersten Durchgang nur zweimal, aber die Schussversuche von Daniel Heisig (22.) und Lennart Zaglauer (39.) gingen beide Male knapp am Tor vorbei. Obwohl die Gäste das überlegene Team waren gegen die dicht gestaffelte Weilheimer Abwehr, gab es fast kein Durchkommen. „Wir haben fast keine Torchancen zugelassen“, lobte der TSVW-Trainer die gute Abwehrleitung seiner Jungs.

Nach dem Seitenwechsel dann fast ein Auftakt nach Maß für die Gäste, als erneut Vesel der kompletten Weilheimer Abwehr davonlief, aber sein Schuss das Ziel nur um Zentimeter (49.) verfehlte. In der Folgezeit konnten die Gastgeber das Spiel ausgeglichener gestalten, und als eigentlich keiner mehr mit einem Tor gerechnet hatte, traf Schiele mit seinem Kunstschuss aus der Distanz. Zum Ärger von Trainer Eisenhardt: „Das war für mich eigentlich ein 0:0-Spiel.“me

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