Lokalsport

Hinterbänkler ohne Siegchance

Basketball Gelungener Saisonabschluss. Regionalligist Kirchheim kanzelt Kellerkind Stuttgart sicher ab.

Stuttgart. Basketball-Regionalligist VfL Kirchheim hat die Saison mit einem Sieg beendet: Im Auswärtsspiel beim Tabellenvorletzten RW Stuttgart gelang ein 70:61-Erfolg.

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Der VfL, der ohne die Knights-Kooperationsspieler Justin Hedley (Pause aufgrund der Pro-A-Playoffs) und Niclas Sperber (krank) auskommen musste, startete gut in die Partie und ging dank einer überragenden Ballbewegung mit 12:0 in Führung. Nach fünf Minuten folgte ein Bruch im Spiel des VfL. Durch einige personelle Wechsel ging der gute Rhythmus der ersten Minuten fast vollständig verloren. Der Gastgeber aus Bad Cannstatt nutze dies aus und verkürzte den Vorsprung dank eines 16:8-Laufes bis zum Ende des ersten Viertels auf 16:20.

Mit Beginn der zweiten zehn Minuten war dem VfL anzumerken, dass er mit diesem Zwischenstand nicht zufrieden war. Schnell setzte sich das Team von Trainer Felix Jung auf 29:20 ab. Doch wie schon im ersten Spielabschnitt verloren die Kirchheimer sofort wieder die Konzentration, wodurch es zu einigen Ballverlusten kam. Das erlaubte dem Tabellenvorletzten, das Spiel eine Minute vor der Halbzeit beim Stand von 33:33 auszugleichen. Doch die Teckstädter hatten noch einen Pfeil in ihrem Köcher. Dank guter Einzelaktionen von Florian Köppl und Christian Pichl zogen sie bis zur Halbzeit auf 39:33 davon.

Auch im dritten Spielabschnitt erwischten die Teckstädter den besseren Start. Immer wieder fand die Mitspieler Center Viktor Vladov, der die Zuspiele gekonnt unter dem Korb verwandelte und so für eine 49:41-Führung sorgte. Dass die Führung bis zum Ende des dritten Viertels nicht höher ausfiel, lag an der katastrophalen Freiwurfquote des VfL. Innerhalb von drei Minuten wurden fünf Freiwürfe vergeben, wodurch es beim Stand von 54:45 in die letzten zehn Minuten ging.

Hier konnte man den Eindruck gewinnen, dass sich beide Teams schon mit den Gedanken in der Sommerpause befanden. Vom Gastgeber kam kein Aufbäumen mehr, und der VfL tat nur noch das Nötigste, um am Ende den Sieg einzufahren. Das Kirchheimer Team beendet die Saison 2016/2017 auf dem sechsten Platz der Regionalliga.

„Man hat bemerkt, dass es für beide Teams um nichts mehr ging“, kommentierte VfL-Trainer Felix Jung. „Ich wollte diesmal den Spielern eine Chance geben, die bisher nicht so zum Zuge kamen. Das hat sich in einigen Phasen bemerkbar gemacht. Am Ende haben wir das Spiel souverän zu Ende gebracht.“cp

so spielten sie

VfL Kirchheim: Bekteshi (4, 1 Dreier), Hinitschew, Kardauskas (17, 1), Köppl (14), Pichl (9, 1), Sengül, Simpson (5, 1), Strickland (10, 2), Vladov (11)