Lokalsport

Hochbetrieb am Himmel über der Alb

Segelfliegen Bei den deutschen Meisterschaften der Junioren in Grabenstetten mischt mit Fabian Carrle von der Fliegergruppe Dettingen auch ein „local hero“ mit. Von Marc S. Schneider

Fabian Carrle von der Fliegergruppe Dettingen hat bei den „Deutschen“ in Grabenstetten derzeit gut lachen. Foto: Mareike Rohde
Fabian Carrle von der Fliegergruppe Dettingen hat bei den „Deutschen“ in Grabenstetten derzeit gut lachen. Foto: Mareike Rohde

Seit rund einer Woche läuft die Deutsche Segelflug-Meisterschaft der Junioren auf dem Flugplatz Grabenstetten. Knapp 60 Nachwuchspiloten unter 25 Jahren sind in Grabenstetten zu Gast und haben bereits sechs gültige Wettbewerbstage geschafft.

Mit dabei ist auch Fabian Carrle von der Fliegergruppe Dettingen, der zurzeit auf Platz 17 der Standardklasse liegt. Seinen bislang größten Erfolg feierte er am dritten Tag, als ein Dreiecksflug über die Alb nach Südwesten bis zum Kloster Beuron und nach Nordosten bis zum Nördlinger Ries zu bewältigen war. Carrle landete auf Platz fünf, wobei ihn nur wenige Stundenkilometer von der Spitze trennten.

Henrik Theiss, der in Grabenstetten sein fliegerisches Zuhause hat und für den diese Meisterschaft ein echtes Heimspiel ist, startet in der Klubklasse, wo die Piloten mit älteren Flugzeugen und einer Handicap-Wertung antreten. Er bewies am zweiten Tag des Wettbewerbs sein Können und landete auf Rang drei.

An der Spitze stehen zurzeit zwei Piloten aus Bayern: Simon Schröder aus Bad Wörishofen liegt in der Standardklasse vorne, während Maximilian Dorsch vom Aeroclub Bamberg die Klubklasse anführt. Bis zum letzten Wertungstag am Freitag ist aber noch vieles möglich.

Mit 130 Sachen durch die Lüfte

Die ersten Tage waren geprägt von „Hammerwetter“, wie es in den Sommermonaten selten ist: Die Piloten erreichten Höhen von fast 3 000 Meter über Meereshöhe und flogen gleich zum Auftakt Durchschnittsgeschwindigkeiten von über 130 Stundenkilometern am Himmel über der Alb. „Wir haben in den letzten Jahren schon einige Wettbewerbe ausgerichtet, aber so verrückt gutes Wetter wie Anfang letzter Woche hatten wir dabei noch nie“, schwärmt Wettbewerbsleiter Patrick Kutschat.

So lernten die 60 Teilnehmer, die aus ganz Deutschland für diese Meisterschaft nach Grabenstetten gekommen sind, die Alb von ihrer besten Seite kennen. An den ersten Tagen stellte die Wettbewerbsleitung Aufgaben mit Flugstrecken um die 400 Kilometer, welche die Piloten teils in nur knapp über drei Stunden bewältigten.

Am vergangenen Wochenende mussten sich Teilnehmer und Wettbewerbsleitung dann ein bisschen umstellen: Regenschauer und Gewitter zogen am Samstag bereits um die Mittagszeit an der Donau und der westlichen Alb entlang und ließen die Chance auf einen sicheren Flug und eine faire Wertung schwinden. Die Wettbewerbsleitung stellte darum keine Aufgabe und ließ den Teilnehmern den Tag zur Erholung. Am Sonntag und Montag nahm das Luftrennen aber wieder Fahrt auf, und mit schnellen Flügen bis in den Schwarzwald kam nochmals Bewegung in die Wertung, die am Ende über die Mitgliedschaft in der Junioren-Nationalmannschaft entscheidet.

Weitere Informationen zur Meisterschaft und aktuelle Berichterstattung sowie ein Live-Tracking der Flugzeuge unter www.dmj2018.de

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