Lokalsport

Höchstleistungen vor Ferienbeginn

Leichtathletik: Regionalmeisterschaften U16 und U14 in Nellingen auf Topniveau

Die Regionalmeisterschaften des Leichtathletik-Nachwuchses waren hochklassig besetzt. Eine Fülle von Spitzen- und Saisonbestleistungen war die Folge.

Silber mit dem Speer: Linus Maile vom TSV Ötlingen. Foto: Markus Brändli
Silber mit dem Speer: Linus Maile vom TSV Ötlingen. Foto: Markus Brändli

Ostfildern. Wenige Tage vor den Sommerferien zeigte sich der Kreisnachwuchs bei besten Bedingungen und bestens organisierten Regional-Meisterschaften der Kreise Esslingen, Reutlingen und Tübingen in Höchstform. Vor allem Sharonbright Enow Abio (LAV Stadtwerke Tübingen) hatte mit vier Einzelsiegen bei der W15 einen wahrlich goldenen Tag. Die Süddeutsche Meisterin im Weitsprung (5,88 Meter) siegte in Nellingen mit 5,75 Metern, markierte die Kugel und den Speer bei 10,87 und 36,67 Metern und sprang mit 1,76 Meter ihre bisher größte Höhe. Zum Vergleich: die Süddeutsche Meisterin Jara Ellinger (TSG Heilbronn) sprang bei ihrem Sieg 1,72 Meter. Schnellste Akteurin über 100 Meter war die Vierte der süddeutschen U16-Meisterschaften, Anna Hamann von der TG Nürtingen, in 12,65 Sekunden vor Sylvia Englberger (TuS Metzingen/12,89). Persönliche Bestzeit als Sechste erzielte Emely Schäfer (LG Teck/Jesingen) in 13,28 Sekunden.

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Bei der Jugend M15 lief Stefan Lutz (LG Filder) bei seinem Sieg über 300 Meter in 38,90 Sekunden die bisher zweitschnellste Zeit, die in diesem Jahr in Württemberg gelaufen wurde. Auch für Linus Maile vom TSV Ötlingen war Nellingen ein gutes Pflaster. Im Speerwerfen (34,34 Meter) und im Hochsprung (1,50 Meter) wurde der Ötlinger Zweiter beziehungsweise Dritter. Im Weitsprung fehlten ihm mit 5,25 Metern fünf Zentimeter zu Bronze.

Bei der Jugend W14 kam es im Weitsprung zu einem interessanten Duell zwischen Cora Reitbauer (LG Filder) und Xenia Gohl (TuS Metzingen). Die Berkheimerin, die die württembergische Rangliste mit 5,52 Metern vor der Metzingerin (5,31) anführt, behielt schließlich mit 5,37 Metern zu 5,21 Metern die Oberhand. Den Diskus-Wettbewerb gewann mit deutlichem Vorsprung die Viertplatzierte der süddeutschen Meisterschaften (29,63 Meter/persönliche Bestleistung), Samira Köhler von der LG Neckar-Erms-Aich, mit 28,96 Meter. Vierte wurde Anna Schneider (LG Teck) mit 18,91 Metern. Im Hochsprung stellte die Weilheimerin ihre persönliche Bestleistung mit 1,35 Meter ein und wurde damit Fünfte.

Einen klasse Tag absolvierte Jule Stäbler (LG Filder/Denkendorf) mit Siegen und persönlichen Bestleistungen bei der W13 im Hochsprung (1,44 Meter) und im Speerwerfen (29,85 Meter). Im Weitsprung wurde Stäbler mit 4,91 Metern Zweite hinter der WLV-Besten Kaya Jauch (LAV Stadtwerke Tübingen /5,35). Knapp an einer Medaille vorbei sprang dagegen Lauryn Schopp (LG Teck) im Hochsprung. Die Weilheimerin überquerte die 1,41 Meter gegenüber ihren beiden höhengleichen Konkurrentinnen Maxi Richter und Melanie Steibl (beide LG Filder) erst im zweiten Versuch. Dies war entscheidend, denn die 1,44 Meter schaffte dann keine der drei Protagonistinnen mehr. Schopp erzielte außerdem über 75 Meter in 10,59 Sekunden eine persönliche Bestzeit (9. Platz) und zeigte auch im Weitsprung mit 4,71 Meter (7.) eine ansprechende Leistung. Mit 4,85 Meter liegt Schopp derzeit an zehnter Stelle der WLV-Rangliste.

Die Jugend M13 wurde dominiert von zwei Dreifach-Siegern mit jeweils württembergischen Spitzenleistungen: David Frank (LG Steinlach) über 75 Meter (9,91 Sekunden), im Hochsprung mit WLV-Jahresbestleistung (1,73 Meter) und im Weitsprung (5,36 Meter).Tizian-Noah Lauria vom TSV Bernhausen katapultierte sich mit zwei perfekten Würfen an die Spitze der württembergischen Jahresbestenliste. Im Diskuswerfen auf 35,98 Meter und im Speerwerfen auf 37,49 Meter. Den dritten Titel holte sich Lauria im Kugelstoßen mit 11,91 Meter. Lukas Marx (LG Teck/Bissingen) lief die 75 Meter in 10,81 Sekunden (4. Platz), sprang 4,36 Meter weit (5.) und 1,35 hoch (5.).

Für die beste Leistung bei der W12 sorgte Maike Renke von der LG Teck. Die zwölfjährige Weilheimerin entwickelte sich in diesem Jahr speziell im Hochsprung enorm, steigerte ihre Bestleistung um 24 Zentimeter auf 1,48 Meter und steht aktuell an der Spitze der württembergischen Rangliste. Mit 1,44 Meter sprang Renke sechs Zentimeter höher als die zweitplatzierte Sandrina Sprengel (LG Steinlach) und sicherte sich bereits früh den Regio-Titel. Bei ihrem Rekordversuch über 1,49 Meter scheiterte Renke jedoch.