Lokalsport

Hoffnungsvoll nach Esslingen

Volleyballer der SG Dettingen/Unterboihingen spielen um Oberligaaufstieg

Die Volleyballer der SG TTV Dettingen/TV Unterboihingen im Aufstiegsfieber: Im Relegationsturnier in der Sporthalle Esslingen-Weil entscheidet sich am Samstag, ob sie nach einjährigem Abtauchen in der Landesliga ab der kommenden Saison 2016/17 wieder in der Oberliga spielen können.

Dettingen. „Wir fahren ganz locker da hin.“ Stefan Lehmann, Zuspieler bei Volleyball-Südlandesligist SG Dettingen/Unterboihingen, sieht seine Mannschaft beim Jeder-gegen-Jeden-Relegationsturnier in der Weiler Sporthalle am Samstag (ab 13 Uhr) nicht unter Druck. Der Oberliga-Viertletzte TG Nürtingen gilt als leichter Favorit des Dreier-Turniers, an dem neben der TTV-Auswahl auch noch Landesliga-Nord-Vizemeister SV 1845 Esslingen mitmischt. Die Heimmannschaft erwartet um die 150 Besucher und hat im Kampf ums Aufstiegsticket einen Spielplan-Vorteil: Als einziges Team haben die Esslinger zwischen ihren beiden Spielen eine mehrstündige Pause und damit Zeit zum Kräftetanken.

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Trotz allem wittern die Spieler der Spielgemeinschaft eine gute Chance, nach dem Oberliga-Abstieg im März 2015 den sofortigen Wiederaufstieg folgen zu lassen. „Leistungsmäßig sind alle drei Mannschaften auf Augenhöhe“, glaubt Lehmann, der einen Teil der Nürtinger Mannschaft zuletzt beim Dettinger Mixed-Turnier beobachten konnte. Dass inzwischen zu 99 Prozent feststeht, dass der Esslinger Relegationssieger seinen Oberliga-Starterplatz 2016/17 sicher hat (siehe Infokasten), ist eine Motivationspille mehr für die SG-Akteure, die erfahrungsgemäß von zwei bis drei Dutzend mitfahrender Fans angefeuert werden dürften.

Was die Planung des Tages-Kaders betrifft, sind SG-Trainer Christoph Sick etwas die Hände gebunden. Neben den Ausfällen der Liberos Heiko Hummel (Studienveranstaltung) und Kilian Kiedaisch (Schulterverletzung) sind die Einsätze von Thomas Frank (Schulterverletzung) und Damian Dokla (werdender Vater) noch fraglich. Im Aufgebot stehen Hanns Scheibe, Stephan Lehmann, Andreas Ratzkowski, Jascha Hommel, Michael Melzer, Manuel Babinger, Jens Mäbert, Timo Metzenthin und Jakob Krenn, sowie Trainer Christoph Sick.

Wer das Relegationsturnier gewinnt, wird nicht sofort zum Oberligisten

Teilnehmer in der Sporthalle Esslingen-Weil am Samstag ab 13 Uhr sind die TG Nürtingen (Oberliga-Viertletzter), SSV 1845 Esslingen (Landesliga-Vizemeister Nord) und SG TTV Dettingen/TV Unterboihingen (Landesliga-Vizemeister Süd). Ab 13 Uhr werden die Spiele in folgender Reihenfolge ausgetragen (mit Unterbrechung nach jeder Partie): 1. Nürtingen – Esslingen 2. Nürtingen – SG Det./Unt. 3. Det./Unt. – Esslingen Ranking Sollten nach Spielende alle drei Mannschaften jeweils einen Sieg und eine Niederlage auf dem Konto haben, wird das Tabellen-Ranking nach folgenden Kriterien (wie in der Pflichtspielrunde) hergestellt: 1. Punkteanzahl 2. Anzahl der gew. Spiele 3. Satzquotient 4. Ballquotient Wartefrist Wer nach dem Esslinger Relegationsturnier Tabellenführer ist, wird nicht automatisch zum Oberligisten 2016/17, sondern muss sich bis zur offiziellen Bestätigung noch ein paar Wochen gedulden, denn jeder theoretisch denkbare Rückzug einer Mannschaft in den oberen Spielklassen kann Auswirkungen haben auf die Oberliga-Mannschaftseinteilung durch den Volley-Landesverband Württemberg (VLW) am 10. Mai. Tatsächlich sind in diesem Jahr aber keine oberligarelevanten Vereinsrückzüge zu erwarten, wie Landesspielwart Jürgen Schulz (Ravensburg) auf Teckboten-Anfrage erklärte. „Die Wahrscheinlichkeit, dass der Sieger des Esslinger Relegationsturnieres nicht in die Oberliga aufsteigt beziehungsweise dort verbleibt, ist sehr, sehr klein.“top