Lokalsport

Hohe Hürde für die Mannschaft der Stunde

Fußball SGEH erwartet Bezirksliga-Topteam Oberensingen – VfL gastiert in Nellingen.

Erkenbrechtsweiler. Drei Spiele, drei Siege: Die SGEH ist die Mannschaft der Stunde in der Fußballbezirksliga. Die Serie begann am 4. Dezember, als die damals noch unter Punktearmut leidende Sportgemeinschaft den TSV Denkendorf im Hardtwaldstadion 3:1 bezwang. „Ein ganz wichtiger Grund für unseren aktuellen Erfolg ist, dass wir nahezu auf den ganzen Kader zurückgreifen können“, betont SGEH-Kapitän Marc Weger. Besonders die Abwehr habe dadurch „an Stabilität gewonnen“. Das 6:2 über den FV Plochingen sowie der 3:1-Coup beim TSV Deizisau waren die weitere Punktebringer. Der Tabellenzehnte ist damit in Sachen Erfolg aktuell die Nummer eins der Liga. Kein Wunder, dass sich Weger angesichts des näher rückenden Saisonfinales nichts sehnlicher wünscht als „keine neuen Verletzungen“.

Dem kommenden Gegner begegnet das Team von Dieter Hiller mit Respekt. Die TSV Oberensingen versammelt bekanntlich eine illustre Kickerschar bei sich. „Spieler wie Özkahraman, Latte oder Brandstetter sind einfach Namen in der Region“, unterstreicht Marc Weger, „gegen solch ein Team gibt es kein leichtes Spiel, besonders wenn es komplett ist.“ Dies werden die Oberensinger, trainiert vom Ohmdener Peter Merkle, allerdings übermorgen nicht sein. „Wir werden dagegenhalten“, verspricht Kapitän Weger. Ob dessen Bruder Dennis am Sonntag um 15 Uhr auf dem Platz stehen wird, ist indes noch ungewiss. Womöglich sprechen berufliche Gründe dagegen.

VfL erstmals ohne Druck

Während die Sportgemeinschaft noch den Weg ins sichere Mittelfeld sucht, ist Aufsteiger VfL Kirchheim mit anderen Zielen beschäftigt. Mit dem 6:0 beim TSV Obere Fils entledigte sich das Team von Spielertrainer Markus Schweizer der gröbsten Abstiegssorgen. Vor dem erneuten Auswärtsmatch, diesmal in Nellingen, steht zunächst die Verteidigung des fünften Tabellenplatzes im Vordergrund - das Filderteam liegt exakt zwei Zähler hinter den Kirchheimern. „Grundsätzlich ist es so, dass ich mich auf die restlichen Spiele der Runde sehr freue“, sagt Schweizer, denn erstmals seit er in Kirchheim ist, könne man „ohne Druck aufspielen“.

Wieder hat es der VfL mit einem Gegner zu tun, der sich am Spieltag zuvor mit dem Tabellenzweiten SGM T/T Göppingen duellierte. Im Gegensatz zum TSV Obere Fils (2:0-Überraschung) wurden die Nellinger von den Hohenstaufenstädtern bei der 1:6-Klatsche vergangenen Sonntag auseinandergenommen. „Sie sind vermöbelt worden und wollen sicherlich gegen uns eine andere Leistung abliefern“, mutmaßt Schweizer, der in den nächsten Wochen auf Abwehrakteur Markus Großhans verzichten muss. Diagnose nach dem Spiel in Wiesensteig: Bänderriss am rechten Sprunggelenk.

In Nellingen wird am Sonntag aller Voraussicht nach auf Kunstrasen gespielt. „Das ist mit deutlich lieber als der enge Rasenplatz in Wiesensteig, es kommt uns spielerisch entgegen“, sagt der Kirchheimer Coach, der vielleicht schon den ein oder anderen neuen Kniff einbringen kann - aktuell hospitiert Schweizer in Ruit bei DFB-Stützpunkttrainer Uwe Fechter (Weilheim). Die Gerüchte, dass einige Akteure der Region großes Interesse für einen Wechsel zum VfL bekunden, dementiert Schweizer übrigens nicht. „Wir schauen nach Spielern, die uns weiterbringen“, lautet sein interpretierbarer Satz hierzu.Reimund Elbe

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