Lokalsport

Holighaus macht Sprung nach vorne

Kirchheimer bei Segelflug-DM auf Platz acht

Nach vier Wertungstagen liegt Tilo Holighaus auf Platz acht der Gesamtwertung in der 15-Meter-Klasse bei den deutschen Meisterschaft im Segelfliegen in Ulm. Mit Platz zwei am Sonntag gelang dem Kirchheimer, der nach dem zweiten Wertungstag noch Platz 20 belegt hatte, ein gewaltiger Sprung nach vorn.

Noch alle chancen auf einen Podiumsplatz: Tilo Holighaus.Foto: Brändli
Noch alle chancen auf einen Podiumsplatz: Tilo Holighaus.Foto: Brändli

Ulm. Neben Holighaus konnte Freddy Hein, der Flugzeugbauer aus Kirchheim, seine Top-Platzierung behaupten. Er liegt nach dem vierten Flugtag auf Platz fünf der Rangliste. Die vergangenen drei Wettbewerbstage waren für die Piloten durch schwierige Wetterlagen geprägt. Zu seinem Flug am vergangenen Sonntag, an dem die Piloten der 15-Meter-Klasse eine Strecke von 512 Kilometern zu bewältigen hatten, meinte Tilo Holighaus: „Die Aufgabe war, besonders auf dem Teilabschnitt, der in den Schwarzwald führte, nur mit viel Geduld und Ruhe zu lösen.“ Viele Piloten brachten ihren Flug nicht ins Ziel und waren zu Außenlandungen gezwungen. „Die Aufgabe war vom Niveau einer deutschen Meisterschaft vollkommen gerecht“, meinte dagegen Freddy Hein zum Flug am Sonntag.

Die Wetterprognose für diese Woche verspricht den Piloten noch weitere Wertungstage. Damit haben Holighaus und Hein nach wie vor gute Chancen, einen der umkämpften Podiumsplätze zu ergattern. Die beiden bestplatzierten Piloten der Rennklasse qualifizieren sich für die Europa- und Weltmeisterschaften. Da die innere Anspannung mit der Erwartungshaltung wachse, meint Freddy Hein, wolle er Gedanken an eine mögliche Qualifikation in den Hintergrund rücken.

Die gestrigen Aufgaben sahen für die 15-Meter-Klasse eine Strecke von 328 Kilometern, für die Standardklasse eine 233-Kilometer-Distanz über der Schwäbischen Alb vor. Deutlich bemerkbar war schon am gestrigen Vormittag die einfließende warme Luftmasse über der Alb. Für die Folgetage erwartet die Piloten bei Bodentemperaturen um die 30 Grad eine regelrechte Hitzeschlacht. Gefragt wird dann nicht nur fliegerisches Können sein, sondern auch physisches Durchhaltevermögen im Cockpit.

Am kommenden Freitag steht der zehnte und letzte Wertungstag der deutschen Meisterschaft an. Wer neuer Champion wird, steht nach der endgültigen Auswertung am Samstag fest. Den Titel „Deutscher Meister im Segelfliegen“ erhalten die Erstplatzierten der 15-Meter-Klasse und der Standardklasse.sb

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