Lokalsport

Hungrig auf Essen

Knights-Basketballer wollen sich mit drittem Sieg in Folge oben festsetzen

Am kommenden Samstag geht es für Kirchheims Zweitliga-Basketballer zur Auswärtsaufgabe nach Essen. Zum wiederholten Male werden dabei wichtige Spieler ausfallen. Dennoch peilt der Tabellensechste den dritten Sieg in Folge an. Nach den Erfolgen gegen Vechta und Hanau möchte sich die Mannschaft von Trainer Michael Mai in der oberen Tabellenhälfte festsetzen.

Unberechenbar: Das Team von Essens Trainer Igor Krizanovic wird auch für die Knights nur schwer auszurechnen sein. Foto: Jörg Bä
Unberechenbar: Das Team von Essens Trainer Igor Krizanovic wird auch für die Knights nur schwer auszurechnen sein. Foto: Jörg Bächle

Kirchheim. Nur sechs Mann durfte Michael Mai am Montag zum Training begrüßen. Nach dem wohlverdienten freien Tag am Sonntag, den sich die Ritter durch den Sieg im Heimspiel gegen Hanau verdient hatten, mussten die Knights auf Richie Williams und Dennis Tinnon verzichten. Beide lagen mit einer schweren Erkältung im Bett. „Richie und Dennis hat es ziemlich erwischt. Sie konnten die Woche über nicht trainieren. Wir hoffen, dass sie dennoch einigermaßen fit werden um am Samstag zu spielen“, hofft Head-Coach Mai.

Ein Ausfall der beiden Leistungsträger wäre in der momentanen Situation kaum zu verkraften. Neben Tinnon und Williams musste Mai auf Andreas Kronhardt, Besnik Bekteshi und Tim Burnette verzichten. Kronhardt wurde gestern morgen operiert und fällt mit einer Gesichtsverletzung noch einige Wochen aus. Bekteshi setzte am Montag mit einer Sprunggelenksverletzung aus, konnte aber am Dienstag bereits wieder mit der Mannschaft trainieren. US-Guard Burnette dagegen laboriert noch immer an den Folgen eines Muskelfaserrisses, den er gegen Chemnitz erlitten hatte.

„Die Gesundheit der Spieler geht absolut vor. Wir werden bei Tim kein Risiko eingehen und das gilt auch für die anderen verletzten Spieler“, betont Geschäftsführer Christoph Schmidt. Bei Burnette hofft man auf eine Rückkehr ins Mannschaftstraining in der kommenden Woche. Ein Einsatz gegen Essen scheint jedoch zu früh zu sein. Somit standen Coach Mai mit Tim Koch, Keith Rendleman, Johannes Joos, Dennis Nawrocki, Jordan Wild und Akant Sengül nur sechs Spieler zur Verfügung, um sich auf Essen einzustellen. „Eine ideale Vorbereitung sieht anders aus, aber wie schon in den Wochen davor beißen wir uns durch und versuchen, die Spiele zu gewinnen. Alles andere zählt nicht“, erklärt Mai.

Auch Jordan Wild kämpft noch immer mit den Folgen einer Handverletzung. „Es ist kein Vergleich zu den ersten Wochen, als er die Hand kaum bewegen konnte. Das ist schon deutlich besser geworden, aber wir sind noch ein Stück entfernt von 100 Prozent. Auch die drei Wochen Training, die ihm fehlen, haben natürlich Folgen“, beschreibt Mai.

Ob Jugendspieler Akant Sengül mit nach Essen reisen wird, steht ebenso noch nicht fest. Da am Samstag die Oberligamannschaft des VfL Kirchheim ein Auswärtsspiel bestreitet, wird man abwarten, ob Tinnon und Williams rechtzeitig fit werden.

Schlechte Voraussetzungen für das Aufeinandertreffen mit dem Gastgeber aus Essen. Diese starteten mit einem Sieg aus den ersten fünf Pflichtspielen und stehen mit zwei Punkten auf Platz 13 der Tabelle. „Essen hatte ein schweres Auftaktprogramm mit Hamburg, Trier, Nürnberg und Heidelberg. Gegen diese Mannschaften kann man schon mal verlieren. Zudem war mit Ausnahme von Nürnberg keines der Ergebnisse deutlich. Chemnitz haben sie geschlagen, wir haben gegen Chemnitz verloren. Daher dürfen wir Essen auf keinen Fall unterschätzen. Sie sind sehr heimstark“, erklärt Geschäftsführer Christoph Schmidt

Die Kirchheimer bauen dabei vor allem auf den Willen ihres neu formierten Teams. „Unsere Mannschaft ist charakterstark. Die Jungs sind selbstbewusst und wollen gemeinsam etwas erreichen. Darauf bauen wir. Das ist unsere Stärke. Nur so können wir die Ausfälle kompensieren. Wir werden versuchen, unser Spiel durchzudrücken“, sagt Trainer Mai.

Auch Essens Stärke liegt in der mannschaftlichen Ausgewogenheit. Mit 11,8 Punkten ist Tre Bowman Topscorer der Baskets. Dabei setzt Trainer Igor Krizanovic auf eine Neuner-Rotation, bei der im Schnitt kein Spieler über 27 Minuten pro Partie auf dem Feld steht. „Sie haben sehr viele gute Spieler im Kader. Igor wechselt häufig seine Aufstellung, sodass seine Mannschaft schwer auszurechnen ist und die Spieler, die auf dem Feld stehen, meist ausgeruht und frisch sind. Das ist sehr clever. Es wird nicht einfach für uns. Wir müssen hoch konzentriert bei der Sache sein“, beschreibt Mai den Gegner.cs

 

Kirchheim Knights: Williams, Nawrocki, Koch, Bekteshi, Rendleman, Wild, Joos, Tinnon, Sengül

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