Lokalsport

„Ich habe noch immer Spaß“

VfL-Turnerin Dorothee Henzler

Rückenprobleme, Trainingsrückstand – der VfL startet ohne Dorothee Henzler in die Zweitligasaison. Ob die mit 23 Jahren älteste Turnerin im Team zurückkehren wird, ist fraglich.

Dorothee, am Samstag beginnt die Bundesligasaison, und Sie sind nicht dabei. Warum?

Henzler: Bei mir wurde eine Blockade des Iliosakralgelenks festgestellt. Ein Rückenproblem, das mich schon länger behindert. Dadurch konnte ich die letzten zwei Monate nicht trainieren. Es wird jetzt eine MRT-Untersuchung gemacht, um zu klären, was genau das Problem ist.

Rechnen Sie damit, in dieser Saison noch einmal zurückzukehren?

Henzler: Je nachdem, was bei der Untersuchung herauskommt. Ich muss mich dann mit unserer Trainerin zusammensetzen. Der zweite Wettkampf ist erst Ende Oktober. Bis dahin ist noch etwas Zeit.

Sie leben seit einiger Zeit in München, machen dort eine Schauspielausbildung. Wie läuft es?

Henzler: Ich werde im Juli, wenn alles glatt läuft, meinen Abschluss machen. Was danach kommt, kann ich noch nicht sagen. Es gibt keinen konkreten Plan. Ich werde danach erst einmal für eine Zeit heim nach Notzingen ziehen.

Mit 23 Jahren ist man im Turnen bereits Seniorin. Brennt das Feuer noch?

Henzler: Auf jeden Fall. Ich habe noch immer großen Spaß am Turnen, sonst würde ich das alles nicht mehr auf mich nehmen. Entscheidend ist die Gesundheit. Ich hatte bisher das Glück, dass ich meine Leistung nach Zwangspausen immer ziemlich schnell abrufen konnte. Mit zunehmendem Alter wird das natürlich nicht einfacher, aber ich traue mir zu, dass ich die junge Mannschaft, wenn ich gesund bin, noch immer unterstützen kann.

Wie und wo trainieren Sie?

Henzler: Ich bin hier in München am Landesleistungszentrum, wo ich Zugang zur Halle habe. Dort trainiere ich bisher alleine. Mit 23 Jahren braucht man nicht mehr unbedingt einen Trainer.

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