Lokalsport

Im Affentempo durch den Stangenwald

Inline Neidlingen erlebt Auftaktrennen im BaWü-Inline-Cup und eine hohe Ausfallquote im ersten Durchgang trotz Idealbedingungen in der Schönbuchstraße. Von Sebastian Stolz

Alle Augen am Streckenrand waren am Samstag in Neidlingen auf die Slalom-Artisten auf den schnellen Rollen gerichtet.Foto: Mirko
Alle Augen am Streckenrand waren am Samstag in Neidlingen auf die Slalom-Artisten auf den schnellen Rollen gerichtet.Foto: Mirko Lehnen

Ein Saisonauftakt nach Maß erwischten Deutschlands schnellste Skater am vergangenen Wochenende: traumhaftes Wetter, ein reibungsloser Ablauf und Hunderte Zuschauer entlang der Strecke boten am Samstag in Neidlingen den würdigen Rahmen beim ersten Lauf zum BaWü-Inline-Cup, der vierteiligen Rennserie der besten Slalomexperten auf Rollen. Lediglich die hohe Ausfallquote im ersten Lauf in der Schönbuchstraße oberhalb des Neidlinger Sportgeländes dämpfte die Euphorie bei dem einen oder anderen Starter.

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Rund 130 Starter, nicht nur aus Baden-Württemberg, nahmen die Rennstrecke unterm Reußenstein in Angriff. Dabei waren überraschend viele beim Saisonauftakt, den die Wintersportabteilung des TVN ausrichtete, wohl übermotiviert. Anders sind die fast 25 Ausfälle im ersten Durchgang nicht zu erklären.

Tagesschnellster und Sieger bei den Herren wurde Jörg Bertsch vom TSV Degmarn (46,38 Sekunden) vor Moritz Doms von der TG Tuttlingen (47,51) und Marco Walz vom TSV Steinenbronn (49,48). Die schnellste Dame des Tages war Marina Seitz vom DAV Neu-Ulm (47,73). Sie sicherte sich den Sieg vor ihren Konkurrentinnen Ann-Krystina Wanzke (47,87) und Alessandra Veit (52,23).

Für die Lokalmatadoren aus Neidlingen gab es hingegen nicht ganz so viel zu feiern: Moritz Prinzing und Paul Dopatka konnten sich in ihren Klassen mit einem sehr guten zweiten und vierten Platz behaupten. Die einzige Dame der Neidlinger Equipe, Marie Prinzing, schied nach einem Fahrfehler im ersten Lauf aus.

TVU rettet lokale Bilanz

Erfolgreicher waren die Teilnehmer des TV Unterlenningen, die ein sehr enges Verhältnis mit den Neidlingern verbindet. Von den elf gestarteten Fahrern schafften es immerhin vier auf das Stockerl. Zwei schieden aus. Den einzigen Sieg sicherte sich ausgerechnet der jüngste TVU-Starter: Rico Zähle gewann wie schon beim letzten Rennen unter dem Reußenstein souverän das Rennen in der U8. Sein Vorsprung: sagenhafte sechs Sekunden.

Vor den beiden Slalomdurchgängen gab es aber auch für den Ausrichterverein noch Grund zur Freude: Im Skitty Cup (Geschicklichkeitslauf) der Kleinsten landeten gleich sieben Neidlinger Nachwuchstalente auf dem Podest. Zu den Glücklichen gehörten Lotta Fischer, Jana Binder, Johannes Walz, Mara Sohn, Max Pfutterer, Tim Amiri und Paul Dopatka. Der feierliche Abschluss mit Siegerehrung fand am Neidlinger Sportheim statt.