Lokalsport

Im Allgäu brennt nichts an

Kunstturnen Kirchheimer Drittliga-Turner bezwingen die TG Wangen-Eisenharz 44:29

Wangen. Trotz vieler Fehler und Unsicherheiten haben die Kirchheimer Turner ihren dritten Wettkampf gegen die TG Wangen-Eisenharz gewonnen und den zweiten Tabellenplatz in der dritten Bundesliga gesichert.

Dass die Mannschaft des TG Wangen gegen das VfL-Team klarer Außenseiter ist, stand bereits vor der Begegnung der beiden schwäbischen Vereine fest. Zu niedrig sind die Schwierigkeitsgrade der Wangener Turner, als dass sie den Turnern aus Kirchheim hätten Paroli bieten können. Doch ein hoher Schwierigkeitsgrad hilft nichts, wenn die Übung nicht sauber vorgetragen wird. Und genau hier hatte der VfL seine große Schwachstelle am dritten Wettkampftag in Wangen-Eisenharz. Hinzu kam, dass mit Simon Paul, der etatmäßig bislang immer fünf Geräte geturnt hatte, verletzungsbedingt ausfiel.

Die VfL-Turner begannen standesgemäß am Boden. Benjamin Leitner, der als Ersatz für Simon Paul an den Start ging, zeigte eine gute Übung, Julian Hausch legte nach und schon lag der VfL mit 6:0 Score-Punkten in Führung. Marcus Bay und Manuel Halbisch leisten sich aber zusammen drei Stürze, so dass Wangen noch mit 9:6 Score-Punkten am VfL vorbeiziehen konnte und das erste Gerät für sich entscheid.

Am Pauschenpferd, dem Kirchheimer Paradegerät, setzte sich der VfL mit den Turnern Nico Hofmann, Henning Weise, Julian Hausch und Marcus Bay souverän mit 13:3 Score-Punkten durch, und auch das Ringeturnen ging trotz einem Sturz von Marcus Bay mit 8:1 Punkten an die Kirchheimer.

Als nach der Halbzeitpause auch noch der Sprung von den Kirchheimer Turnern mit 6:2 Punkten gewonnen wurde, schien der Wettkampf gelaufen. Doch die TGler kämpfte sich mit guten und sauber vorgetragen Barrenübungen zurück und profitierten abermals von Stützen der Kirchheimer Turner beim Abgang.

Als am Reck Moritz Pohl bei seinem Flugteil die Reckstange nicht fassen konnte und das erste Duell aus Kirchheimer Sicht verloren ging, witterten die TG-Turner Morgenluft, die dadurch noch angefacht wurde, dass auch das zweite Reckduell nach Wangen-Eisenharz ging und der Kirchheimer Vorsprung damit auf 6 Score-Punkte zusammengeschmolzen war. Doch Julian Hausch liess in seinem Duell nichts anbrennen, zumal sein Gegner aus Wangen hohe Abzüge wegen schlechter Ausführung bekam.

Vier Score-Punkte für Hausch bedeuteten den Sieg für den VfL bereits vor der letzten Reckübung von Marcus Bay.

Somit fiel der Erfolg mit 44:29 Score-Punkten noch relativ deutlich aus. Will der VfL seinen zweiten Tabellenplatz behalten, muss im Heimkampf gegen den TSV Monheim in der Raunersporthalle allerdings eine deutliche Leistungssteigerung gezeigt werden.mp

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