Lokalsport

Im Dauerbetrieb ist irgendwann der Akku leer

Volleyball-Regionalliga Der TTV Dettingen ist mit einer Rumpfmannschaft gegen die TSG Heidelberg-Rohrbach drei Sätze lang ein gleichwertiger Gegner. Im Tiebreak fehlen die Kräfte.

Die beste Taktik hilft nicht, wenn die Kräfte schwinden: Roland Hunger fehlten am Samstag die personellen Alternativen.Foto: Mir
Die beste Taktik hilft nicht, wenn die Kräfte schwinden: Roland Hunger fehlten am Samstag die personellen Alternativen.Foto: Mirko Lehnen

Keine Party mehr vor Weihnachten: Die Regionalliga-Volleyballerinnen des TTV Dettingen haben sich mit einer knappen Heimniederlage in die Winterpause verabschiedet. Mit einem aus Berufs- und Verletzungsgründen stark dezimierten Kader reichte es gegen den Tabellenvierten, die TSG Heidelberg-Rohrbach nur zu einem 2:3, nachdem der TTV bereits das Hinspiel mit 1:3 verloren hatte. Dettingen geht damit als Tabellensechster ins neue Jahr, das am 13. Januar mit dem Auswärtsspiel in Burladingen beginnt.

Acht Spielerinnen standen TTV-Trainer Roland Hunger gegen den Drittliga-Absteiger zur Verfügung. Eine klare Schwächung aber kein Grund, zu resignieren. „Wir sind nur weniger, aber nicht schwächer“, schärfte Hunger seinen Spielerinnen vor Beginn ein.

Der erste Satz begann trotzdem mit deutlichen Problemen, vor allem bei der Annahme. Die Gastgeberinnen blieben jedoch offensiv gefährlich und hielten das Spiel bis zum 19:19 völlig offen. Jeder Punkt war auf beiden Seiten hart umkämpft. Das bessere Ende hatten mit 27:25 allerdings die Gäste für sich. Der zweite und dritte Satz ging dann mit 25:22 und 25:16 allerdings verdient an die Volleyballerinnen aus der Schlossberggemeinde. Die Annahme kam jetzt präzise zur Zuspielerin, sodass die Angriffsreihe mit Kehle, Resch und Celeryn immer wieder erfolgreich punkten konnte. Auch der Block mit Herdtle und Pinar funktionierte.

Im vierten Satz wurden die Gäste aus Heidelberg wieder stärker. Mit langen und harten Aufschlägen erhöhten sie den Druck auf den Gegner, bei dem plötzlich nichts mehr lief. Auf Dettinger Seite reihte sich Fehler an Fehler und Heidelberg erzwang mit einem 25:15 den Tiebreak, der die Entscheidung bringen musste.

Dort lagen beide Teams bis zum 6:6 gleichauf. Doch nun zehrten lange Ballwechsel zunehmend an den Kräften der dezimierten Dettinger Mannschaft um Spielführerin Clarissa Preuß. Bis zum 11:12 hielt der TTV noch mit, dann hatte man trotz zweier Auszeiten dem Gegner jedoch nur noch wenig entgegenzusetzen. Als der Schiedsrichter die Partie nach einer Stunde und 53 Minuten beendete, gab es lange Gesichter aufseiten des Gastgebers.

Nun also die Pause, um neue Kraft zu tanken. Wie Coach Roland Hunger sich das vorstellt, hat er der Mannschaft bereits signalisiert: in Form von Hausaufgaben, die Erhalt und Verbesserung der Kraftausdauer dienen sollen. Als Vorbereitung auf das Spiel beim Tabellennachbarn in Burladingen wird die Mannschaft am Dreikönigstag, 6. Januar, ein Turnier in Karlsruhe-Beiertheim bestreiten. „Gegen Burladingen haben wir noch eine Rechnung offen“, meint Hunger mit Blick auf die 1:3-Heimniederlage im Oktober. „Da wollen wir gut vorbereitet sein.“cp/tb

So spielten sie

TTV Dettingen: Babinger, Celeryn, Frank, Herdtle, Kehle , Pinar, Preuß, Resch.

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