Lokalsport

„Immer noch Luft nach oben“

Fußball-Landesligist TSV Weilheim schöpft Hoffnung vor Geislingen-Trip

Der Fehlstart des TSV Weilheim in der Fußball-Landesliga ist abgehakt, ein Aufwärtstrend unverkennbar. Fortsetzung morgen beim SC Geislingen?

War das schon alles? Die TSVW-Kicker um Neuzugang Georgi Natsis wähnen ihr Potenzial längst noch nicht ausgeschöpft. Foto: Marku
War das schon alles? Die TSVW-Kicker um Neuzugang Georgi Natsis wähnen ihr Potenzial längst noch nicht ausgeschöpft. Foto: Markus Brändli

Weilheim. Hoffnung auf den zweiten Sieg im fünften Spiel macht der starke Auftritt zu Hause beim 2:2 gegen Heiningen am Mittwoch. Allein Benjamin Kern verhinderte mit seinem Tor drei Minuten vor Schluss eine Weilheimer Maximalausbeute von drei Punkten. „Das war ganz bitter“, bedauert Trainer Chris Eisen­hardt. „Bis dahin haben wir es geschafft, Kern immer in der Zone zu übergeben und nicht zum Abschluss kommen zu lassen. Dann hatte er einmal zwei Sekunden Platz und schon war es passiert“.

Das Unentschieden erhöhte das Missverhältnis zwischen den bisherigen Leistungen und der mageren Punktausbeute. Eisenhardt rechnet vor: „Das 2:2 gegen Bettringen ging in Ordnung. In Echterdingen haben wir unverdient drei Punkte verloren, in Boll klar gewonnen. Und jetzt unglücklich zwei Punkte abgegeben. Somit sind wir meiner Meinung nach fünf Punkte im Minus.“ Die Diskrepanz ist noch kein Grund zur Besorgnis. Aber sie muss der Impuls dafür sein, sich weiter zu steigern. „Wir haben immer noch Luft nach oben“, glaubt der Trainer.

Nur schade, dass er auch in Geislingen nicht mit der stärksten Mannschaft antreten kann. Martin Kirschmann ist krank. André Kriks (Innenbandzerrung) steigt erst nächste Woche wieder ins Training ein. Dennis Netzer (Knochenhautentzündung) fällt noch drei Wochen aus. Seit Mittwoch zählt auch Ferdi Er zu den Sorgenkindern. Bereits nach zehn Minuten plagte ihn eine Zerrung. Er schleppte sich bis zur Halbzeit durch, schied dann aus. Jetzt heißt es bangen. Sollte er als zentraler Spieler morgen ausfallen, wäre das eine entscheidende Schwächung.

Die Geislinger haben noch einen Punkt weniger auf dem Konto als Weilheim. Auch bei ihnen passen Aufwand und Ertrag nicht zusammen. Zuletzt kassierten sie in Echterdingen eine Niederlage, die unnötig war wie ein Kropf. Das 1:2 resultierte aus einem Foulelfmeter. Vorher waren sie zu zehnt – Gelb-Rot für Verteidiger Thomas Müller, der morgen gesperrt ist – drauf und dran, das Spiel für sich zu entscheiden. Treibende Kraft dabei: Torschütze Niklas Kalafadis, Verstärkung von Normannia Gmünd. Trainer Uli war untröstlich: „Nicht die bessere, die glücklichere Mannschaft hat gewonnen.“

Im Mittelpunkt des fünften Spieltags steht das Nachbarschaftsduell zwischen Vorjahrs-Vizemeister TSV Bad Boll und Verbandsliga-Absteiger 1. FC Heiningen. Klare Favoriten sind die Gäste. Nicht nur, weil Boll auf Pascal Hartmann (Nasenbeinbruch) verzichten muss. Auch sonst ist der Wurm drin. „Es hapert an der Chancenauswertung“, stellt Spielleiter Günther Ascherl fest. Bei der jüngsten 1:2-Niederlage in Hofherrnweiler trafen die Stürmer dreimal den Pfosten. „Aber solange ich sehe, dass wir die Chancen herausspielen, bin ich nicht beunruhigt.“

Obwohl spielfrei, blieben die SF Dorfmerkingen Spitzenreiter. Mit einem Heimsieg gegen TV Echterdin­gen behaupten die Dietterle-Schützlinge von der Ostalb die Tabellenführug, könnten ihren Vorsprung sogar ausbauen. Den Kontrast dazu liefert Neuling TSV Neu-Ulm – nach dem 0:1 gegen TSV Blaustein weiter ohne Tor und ohne Punkt. Michael (29) gewann damit das Duell der Passer-Brüder. Benjamin, drei Jahre jünger, muss nun als Verlierer bei einem Familienfest den älteren Bruder den ganzen Abend bedienen.

Anzeige