Lokalsport

Immer weniger Events: Hoffnungsträger Reußensteincup

Wintersport Trotz erneut drohender Schneeflaute auf der Schwäbischen Alb: Der Wintersport-Terminkalender 2016/17 steht. Anfang Januar gibt‘s erste Termine. Von Thomas Pfeiffer

Im Januar 2016 fiel er wegen Schneemangels aus, im Februar 2015 erlebte er bei guten Bedingungen seine vorerst letzte Auflage: D
Im Januar 2016 fiel er wegen Schneemangels aus, im Februar 2015 erlebte er bei guten Bedingungen seine vorerst letzte Auflage: Der Neidlinger Reußenstein-Riesentorlauf ist das attraktivste Skirennen weit und breit. 2500 Zuschauer kamen. Foto: Genio Silviani

Zwei Tage nach dem meteorologischen Winterbeginn ist Frau Holle weiter uneinsichtig: von fetten Schneeflocken auf der Schwäbischen Alb weit und breit keine Spur. Es ist alles grün, es bleibt alles grün, und die Skilifte bleiben geschlossen – sagen die Wetterdienste für die nächsten Tage voraus. Womit klar ist, dass die Wintersportler in der Vorweihnachtszeit 2016 vorerst nicht zum Zuge kommen werden.

Doch Pfulb-Hänge im herbstlichen Look zur Winterszeit sind für die Funktionäre des Skibezirks Mittlere Alb längst keine Aufreger mehr. „Mangels Schnee wird es Jahr für Jahr schwerer, Veranstaltungen auf der Alb durchzuführen“, klagt Michael Gerber, der seit dem Rücktritt von Rudi Kröner (Wernau) die Bezirks-Geschicke leitet. Gerber muss Jahr für Jahr dasselbe Statement abgeben. Er kann nicht anders, denn im Gegensatz zu früheren Zeiten mit regelmäßigen Lindach-, Täles- und Vereinsmeisterschaften sind die organisierten Wintersport-Events auf der Alb mittlerweile an den Fingern einer Hand abzuzählen.

Ankreuzen im neuen Terminkalender 2016/17 können die Fans allerdings den Neidlinger Reußenstein-Riesentorlauf am 15. Januar: Die Veranstaltung hat wegen erprobter Pisten-Präparatoren aus dem Ort immerhin dann Aussicht auf Durchführung, falls die Schneegrundlage über Knöchelhöhe und die Temperatur eisig ist. Noch früher im neuen Jahr soll der Schopflocher Nachtorlauf stattfinden (7. Januar). Traditionell in höheren Lagen kommen die zwei Durchgänge der Leki Race Challenge am 28./29. Januar (Hochlitten) und 11./12. März (Grasgehren) zur Austragung, wobei die in beiden Skigebieten gestern gemessenen Schneehöhen mit 10 bis 30 Zentimeter beziehungsweise 30 bis 40 Zentimeter durchaus nicht die schlechtesten Vorzeichen sind. Die Wochenenden 7./8. Januar (Römerstein) und 28./29. Januar (Schwäbisch Gmünd) sind für die nordische Variante der Race Challenge verplant.

Dieser Langlauf-Wettbewerb, 2015 ins Leben gerufen, um dem Nachwuchs mal wieder ein interessantes Wettbewerbs-Format zu bieten, ist Gerbers Lieblingskind. „Die Resonanz mit 120 Startern war gut bei der Premiere. Bei der zweiten Auflage in fünf Wochen hoffe ich auf 150“, sagt er und hofft auf einen nachhaltigen Loipen-Boom. Dafür muss es allerdings noch kräftig schneien, denn auf Kunstschnee verzichten die Veranstalter aus Kostengründen.

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