Lokalsport

In der Haller Halle läuft‘s nicht

Leichtathletik Die Vertreter des Kreis Esslingen kehren ohne ­Medaille von der Jugend-DM in Sachsen-Anhalt heim.

Halle. Die Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften der Leichtathleten in Halle/Saale sind für die Kreisvertreter zum Trip der Leiden geworden. Nicht des weiten Weges wegen, sondern aufgrund der schmerzlichen Pleiten, die es zu verarbeiten galt. Einer jedoch konnte liefern: Leo Neugebauer von der LG Leinfelden-Echterdingen überzeugte mit einem Sieben-Meter-Sprung, verpasst aber eine Medaille knapp.

Pech hatte hingegen Tobias Ferreira (LG Filder/Nellingen), der im 800-Meter-Rennen als Vorlauf-Zweiter in 1.56,17 Minuten das Finale der besten Acht knapp verpasste. Für dieses qualifizierten sich aus insgesamt vier Vorläufen die jeweiligen Sieger sowie weitere vier Zeitschnellste. Ferreira, der im ersten gesetzt war, hätte 1.55,75 Minuten laufen müssen. Eine Zeit, die er vor zwei Wochen als Dritter bei den süddeutschen Meisterschaften in 1.53,92 Minuten deutlich unterboten hatte. In Halle musste er miterleben, wie in den drei nachfolgenden Läufen noch sieben Athleten seine Zeit unterboten haben. In einem engen Finale siegte Oskar Schwarzer (TV Groß-Gerau) in 1.52,12 Minuten.

Über 60 Meter wollte Julian Corucle (VfL Kirchheim) zumindest ins Halbfinale stürmen, was angesichts seiner Bestzeit von 6,96 Sekunden sicherlich gelungen wäre. 7,07 Sekunden hätte der 17-Jährige aus Köngen dafür leisten müssen. Doch Corucle verletzte sich auf den letzten Metern und trudelte in 9,11 Sekunden als Vorlaufletzter ins Ziel.

Mit leeren Händen stand auch die 4 x 200 Meter Staffel der LG Leinfelden-Echterdingen in der Besetzung Jannis Ackermann, Leo Neugebauer, Niklas Kuhn und Marco Lenz da. Die Staffel lief bis zum letzten Wechsel ein verheißungsvolles Rennen, lag von den Zeiten auf Endlauf-Kurs. Doch bei der letzten Übergabe verlor Schlussläufer Lenz den Stab.

Pech hatte auch Lena Stäbler von der LG Filder. Die 18-Jährige aus Denkendorf, die mit einer Jahresbestweite von 5,76 Meter angereist war, was zu Platz acht gereicht hätte, kam überhaupt nicht in den Wettkampf und schied nach drei ungültigen Versuchen frühzeitig aus.

In den großen kollektiven Frust mischte sich dann doch eine Erfolgsmeldung. Leo Neugebauer von der LG Leinfelden-Echterdingen erzielte im Weitsprung 7,19 Meter, was zum fünften Platz reichte. Auch der Viertplatzierte sprang diese Weite, hatte aber den besseren zweiten Versuch. Neugebauers Trainer Achim Budach war höchst zufrieden, bewertet den Sprung sogar höher als die 7,25 Meter, die der 18-Jährige im vergangenen Jahr in seinem Bronze-Zehnkampf bei den Weltmeisterschaften in Nairobi erzielt hatte - damals jedoch auf 1 800 Metern Höhe.Martin Moll

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