Lokalsport

In der zweiten Reihe herrscht Atemnot

Fußball Verrückte Welt in der Kreisliga A2: Ab Platz drei wird es eng. Von Walter Rau

Reinhängen, um oben zu bleiben: Kreisliga-A-Spitzenreiter TV Neidlingen (in Blau)  gastiert beim Schlusslicht.Foto: Markus Bränd
Reinhängen, um oben zu bleiben: Kreisliga-A-Spitzenreiter TV Neidlingen (in Blau) gastiert beim Schlusslicht.Foto: Markus Brändli

Kirchheim. Nichts scheint unmöglich in dieser Saison in der Kreisliga A, Staffel 2. Der Abstand zum Führungsduo Neidlingen und Dettingen ist mit sechs Zählern für den Tabellendritten TSV Grafenberg größer als auf Rang 14.

„Bisher ist es eine enge und verrückte Liga, es kann fast jeder jeden schlagen“, weiß auch Naberns Abteilungsleiter Michael Dangel vor dem Heimspiel gegen den TV Bempflingen noch nicht, wo der Weg hinführen wird. „Wir haben uns insgeheim einen etwas besseren Start erwünscht, aber mit der Entwicklung unserer blutjungen Truppe sind wir sehr zufrieden“, sagt Dangel. Manchmal fehlten nur Nuancen. „Da müssen wir vorerst noch Zugeständnisse machen“, wirbt er um Geduld. „Das Gute ist, wir haben noch Luft nach oben und die Jungs sind heiß auf mehr.“

Den Gegner TV Bempflingen, aktuell Vierter, hat Dangel vor zwei Wochen beim Gastspiel in den Jesinger Lehenäckern beobachtet und erwartet „eine sehr gute Mannschaft, die nur schwer lesbar ist und wechselhafte Auftritte hat“. Auch Bempflingens Spielleiter Vladimir Plesa glaubt an eine „enge Kiste“ beim Tabellensiebten. „Unsere personelle Lage entspannt sich zum Glück endlich. Wenn wir gut in die Partie kommen, visieren wir zumindest einen Punkt an“, ist Plesa optimistisch.

Auf Naberner Seite fallen neben dem langzeitverletzten Goalgetter André Odenahl (wird in drei Wochen nach überstandener Mittelfuß-Operation zurückerwartet) noch Marius Maier (Leistenprobleme) und der beruflich verhinderte Max Schrievers aus. „Wir müssen eine Schippe drauflegen und uns Luft nach hinten verschaffen“, fordert Dangel abschließend.

Nach dem Remis im Spitzenspiel vergangenen Sonntag geht es für das Führungsduo Neidlingen und Dettingen jeweils auswärts weiter. Der TVN steht bei Schlusslicht Neckartenzlingen vor einer vermeintlichen Pflichtaufgabe. Es trifft der stärkste Sturm auf die schwächste Abwehr der Liga. „Wir haben bis auf Lukas Pflüger alle Mann an Bord, wollen gegen einen tief stehenden Gegner drei Punkte mitnehmen“, gibt Spielertrainer Patrick Kölle die Marschrichtung vor. Am liebsten würde er die Tabellenführung bis Weihnachten verteidigen.

Eine ungleich schwerere Aufgabe wartet auf die SFD in Altdorf. „Altdorf ist nie leicht zu spielen, da gilt es dagegenzuhalten und zu punkten. Neidlingen wird nicht viel verlieren in dieser Saison, da gilt es für uns, da zu sein, wenn die einmal Federn lassen sollten“, sagt SFD-Coach Heiko Blumauer. Auf Wiedergutmachung ist der AC Catania nach der 0:5-Pleite in Grafenberg aus. „Wir werden Mitläufer bleiben, wenn sich an unserer Einstellung nichts dauerhaft ändert“, fordert AC-Vorstand Pasquale Martinelli vor dem Heimspiel gegen die Landesligareserve des FV 09 Nürtingen.

Volle Rückendeckung hat in Jesingen Trainer Klaus Müller trotz des Absturzes auf Rang 13. „Wir bewahren Ruhe und hoffen, dass unsere zahlreichen Verletzten bald zurückkehren werden. Vielleicht platzt mit etwas Glück ja im Heimspiel gegen Grafenberg der Knoten“, glaubt Jesingens Abteilungsleiter Peter Clewes an genügend Qualität im Kader. Wunden lecken nach der 1:6-Klatsche in Bempflingen musste der TSV Weilheim II. Nun sollen möglichst gleich im Heimspiel gegen den VfB Neuffen wieder drei Zähler her.

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