Lokalsport

Jesinger Damenteam meldet sich zurück

Neustart in der Bezirksliga – TGN Nummer eins

Neues vom Damenbasketball: Nach einjähriger Liga-Pause schickt der TSV Jesingen wieder eine Mannschaft in den Spielbetrieb.

Kirchheim. Erstmals seit eineinhalb Jahren hat die einstige Basketball-Hochburg Jesingen wieder eine Damenmannschaft im Spielbetrieb. Das Gerippe bilden Spielerinnen der früheren U 19-Mannschaft, die trotz der Ausverkaufswelle im Frühjahr 2015 dem Verein die Treue gehalten hatten. „Diese Spielerinnen haben seither voll trainiert. Deshalb konnten wir wieder eine Mannschaft anmelden“, freut sich Frank J. Rödel, der Basketball-Verantwortliche des TSV Jesingen. Die Mannschaft wird von VfL-Regionalliga-Spieler Desmond Strickland trainiert, hat ein Durchschnittsalter um die 20, ihre Bezirksliga-Premiere am 2. Oktober beim VfL Sindelfingen und das erste Heimspiel sieben Tage später gegen den SV 03 Tigers Tübingen II in der Sporthalle Lehenäcker (ab 11 Uhr).

Kapitänin Michaela Weber, Christine Gerbes, Ayten Galandarova und Co. haben sich in ihrem ersten Damen-Spieljahr viel vorgenommen: Ein Platz unter den ersten zwei und die damit verbundene Endrunden-Qualifikation soll her. Erleichternd kommt hinzu, dass sich die TSV-Fünf in dieser Saison lediglich mit vier Konkurrenten zu duellieren hat: TSG Reutlingen und TV Derendingen II heißen die weiteren Gegner.

Doch es ist nicht die Jagd nach Titeln und Triumphen, die sich das der TSV-Turnabteilung angegliederte Jesinger Basketball-Ressort nach der Mannschafts-Wiederherstellung mittelfristig auf die Fahnen geschrieben hat. Breitensport statt Leistungssport lautet die derzeitige Grundausrichtung. „In erster Linie wollen wir den Basketballerinnen eine Möglichkeit bieten, ihren Sport in Jesingen wieder auszuüben“, sagt Rödel, für den eine Oberliga-Rückkehr der mit Neuzugang Karin Bardens verstärkten Mannschaft derzeit überhaupt kein Thema ist. Rödel geht‘s um Nachhaltigkeit und nicht um schnelle Erfolge. Zumindest vorerst.

Und so bleiben der TSV Jesingen die zweite und die TG Nürtingen die erste Kraft im Damenbasketball des Altkreises. Beim Oberligisten aus der Hölderlinstadt zählen auch in der neuen Saison jene acht Ex-Jesinger Akteurinnen zum Kader, die im Frühjahr 2015 geschlossen vom TSV übergetreten waren: Daniela Fischer, Lisa Reichmuth, Lulu Büchele, Sina Staib, Lena Mauthe, Nora Müllner, Ramona Attinger und Carina Rehklau. Schnell hatte sich der Verein den Beinamen „Jesinger Filiale“ eingehandelt – in der anstehenden Spielzeit trifft die Titulierung wie gehabt. „Die Spielerinnen fühlen sich wohl bei uns“, sagt TG-Basketball-Abteilungsleiter Heiner Müllerschön und führt als wichtigstes Indiz fürs sehr gute Innenverhältnis an, dass zwei der Frauen (Müllner, Büchele) nun auch U 13-Trainerinnen seien.

Platz vier gab es in der Vorsaison – „ein Platz im oberen Bereich“ soll es unter Neu-Trainer Michael Panos in 2016/17 werden. Die Nürtinger halten den Ball deshalb flacher als gedacht, weil die Nachwuchstalente Sarah Wanzke, Rosi Caleia und Selma Yesilova zur Ludwigsburger U 17-Mannschaft wechselten.

Anzeige