Lokalsport

Jesinger dürfen jetzt analysieren

Fußballrelegation Für Sieger Beuren geht es bereits morgen gegen Neckartailfingen II weiter. Spielbeobachter aus Weilheim nahmen das Kurort-Team genau unter die Lupe. Von Reimund Elbe

Intensiv, aber fair: Die robuste Abwehr des TSV Beuren ließ den Angreifern des VFB Neuffen keinen Spielraum.Foto: Markus Brändli
Intensiv, aber fair: Die robuste Abwehr des TSV Beuren ließ den Angreifern des VFB Neuffen keinen Spielraum.Foto: Markus Brändli

Die Jesinger waren ein würdiger Gastgeber des Relegationsspiels vorgestern Abend - so die Meinung vieler Besucher. Einer der Lobenden hatte dabei am Mittwochabend sowieso gute Laune. „Die Sportanlage Lehenäcker bietet einfach gute Voraussetzungen, die Organisation war perfekt“, sagte Ulrich Döbler, Zweiter Vorsitzender des mit 3:0 siegreichen TSV Beuren beim Duell des B6-Vizemeisters gegen den B5-Zweiten VfB Neuffen. Für das Kurort-Team geht es bereits morgen Nachmittag in Runde zwei weiter. Widerpart ist dann ab 16 Uhr der TSV Neckartailfingen II auf dem Waldheim-Gelände in Nürtingen.

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Das Team aus dem Süden des Bezirks Neckar/Fils holte sich erst am letzten Spieltag, quasi auf den letzten Drücker, noch die B4-Vizemeisterschaft. Während man selbst 2:1 gegen den Ortsnachbarn Neckartenzlingen gewann, patzte der bis vor dem Spieltag auf dem zweiten Tabellenplatz liegende FC Nürtingen 73 sensationell beim TSV Neuenhaus mit 1:2. Mit schwerwiegenden Folgen: Neckartailfingen zog noch am FC Nürtingen 73 (ab der kommenden Saison Türkspor Nürtingen) vorbei.

Dass der Fußballabend in Jesingen ein so angenehmer wurde, hatte nicht nur mit dem Jesinger Organisationstalent, sondern auch mit den äußeren Bedingungen zu tun. „Es herrschte einfach ideales Fußballwetter“, rekapitulierte Stadionsprecher Helge Waider, der sich mit Grausen an die Witterungsexzesse der Tage zuvor erinnerte mit Starkregen, Überflutungen und kräftigen Gewittern. Rund 16 Grad und das Ganze bei trockenem Wetter am Mittwochabend erklärten auch den überraschend großen Zuschauerzuspruch. Mit 300 Besuchern hatten die Jesinger vorsichtig kalkuliert, letztendlich waren es überraschend 500. Die Verkaufsstände waren folglich gut frequentiert, die Umsätze höher als gedacht. „Wir sind diesbezüglich sehr zufrieden“, bilanzierte TSVJ-Abteilungsleiter Peter Martsch. Zum zweiten Mal binnen weniger Stunden gab es für die jüngst noch so gebeutelten Jesinger somit ein Positiverlebnis, denn nach dem Punktabzug für den TSV Weilheim II (wir berichteten) muss Jesingen bekanntlich selbst nicht in die Relegation.

Dieses zweifelhafte Vergnügen hat nun der TSV Weilheim II. Einige Spielbeobachter aus der Limburgstadt wurden am Mittwochabend in Jesingen gesichtet, da der TSV Beuren womöglich Gegner der Weilheimer beim Relegations-Showdown am 23. Juni auf dem Großbettlinger Staufenbühl sein könnte. Die Jesinger dürfen sich derweil entspannen: Relegationsspiel abgewickelt, Relegationsteilnahme überraschend gestrichen - jetzt bleibt umso mehr Zeit für die Aufarbeitung und Analyse einer nervenaufreibenden Kreisliga-A-Saison inklusive eines unerwarteten Happy Ends.