Lokalsport

Jesinger Kicker sind in einer ungeliebten Doppelrolle

Fußball In der anstehenden Relegation ist der TSVJ morgen Gastgeber und übernächsten Samstag Teilnehmer. Von Reimund Elbe

Die Roten in Gefahr: Der TSV Jesingen kämpft kommende Woche in der Relegation um den Kreisliga-A-Verbleib. Foto: Markus Brändli
Die Roten in Gefahr: Der TSV Jesingen kämpft kommende Woche in der Relegation um den Kreisliga-A-Verbleib. Foto: Markus Brändli

Die Jesinger Fußballer hätten sich in der kommenden Relegation liebend gerne auf die Rolle eines Gastgebers beschränkt. Bevor sie übernächsten Samstag im entscheidenden Spiel ums letzte Kreisliga-A-Ticket selbst ranmüssen, ist ihr Sportgelände am morgigen Mittwoch ab 18.30 Uhr Austragungsort des Aufeinandertreffens zwischen den Vizemeistern der B-Staffeln 6 (TSV Beuren) und 5 (VfB Neuffen) in der ersten Relegationsrunde.

„Ein echtes Prestigespiel“, nennt der Beurener Funktionsträger Ulrich Dobler die Partie gegen den Ortsnachbarn, zumal die Neuffener „früher meist ein oder zwei Ligen höher spielten als wir.“ Allerdings wissen Dobler und Co., „dass im Falle eines Sieges weitere schwere Aufgaben warten“. Dabei könnte es für das Kurort-Team im Idealfall sogar noch zum Duell mit dem morgigen Gastgeber aus Jesingen kommen.

Für die Jesinger stellt sich neben der organisatorischen Aufgabe der Abwicklung dieses brisanten Relegationsspiels in naher Zukunft auch eine sportliche. Just aus dem Pool Beuren, Neuffen und TSV Neckartailfingen II (der B4-Zweite trifft am Samstag am Nürtinger Waldheim auf den Sieger des Lehenäcker-Duells) rekrutiert sich der Gegner des TSVJ im entscheidenden Relegationsspiel um den A2-Verbleib. Jenes über Wohl und Weh entscheidende Match wird am 23. Juni auf dem Großbettlinger Staufenbühl über die Bühne gehen.

Vergangenen Sonntag hatte das 3:11-Debakel in Grafenberg den Jesinger Absturz auf den Klassenverbleib-Wackelplatz bewirkt. Gesellt sich der TSV Jesingen also zu den A2-Direktabsteigern TSV Raidwangen, TSV Oberensingen II und FV 09 Nürtingen II? Eine der spannenden Fragen aus Tecksicht vor der kommenden Relegation.

Glücklich(er) dürfen sich aktuell der TB Neckarhausen, TV Tischardt und TSV Ötlingen als A2-Direktaufsteiger schätzen.

Vizemeister TSV Grafenberg duelliert in Sachen Bezirksliga-Ticket am Donnerstag in Tischardt mit dem A1-Zweiten VfB Oberesslingen/Zell, im Erfolgsfall wäre der A3-Vizemeister TSG Salach kommenden Sonntag in Hochdorf die nächste Hürde. Der beste A-Liga Vizemeister bekommt es schließlich am 24. Juni auf dem Nürtinger Wörth mit dem Bezirksliga-Fünftletzten FTSV Kuchen zu tun.

Rechberghausen mit Kantersieg

In der Bezirksliga ist aktuell auch noch ein Plätzchen frei. Der TSV Obere Fils, der TSV Berkheim, der FC Eislingen und der FV Vorwärts Faurndau steigen ab, der TSV Denkendorf, die SF Dettingen und der FC Rechberghausen (wurde durch eine 10:2-Kantersieg in Ottenbach vergangenen Sonntag A3-Meister) steigen direkt auf. Mit dem FV 09 Nürtingen und FC Frickenhausen gibt es garantierten Zuwachs aus der Landesliga.

In Sachen Landesliga-Aufstieg ist die TSV Oberensingen für den Bezirk Neckar/Fils das Eisen im Feuer. Der Weg des Bezirksliga-Tabellenzweiten nach oben führt über Türkspor Stuttgart (Anpfiff morgen in Plattenhardt um 18 Uhr) und im Erfolgsfall über den Sieger der Partie SV Waldhausen gegen Türkspor Neu-Ulm (Spiel morgen in Ulm). Der beste Bezirksligist bekommt es am 24. Juni mit dem Landesliga-Tabellenviertletzten TSV Köngen zu tun.

In die Landesliga direkt aufgestiegen sind, neben den bereits vor dem letzten Spieltag feststehenden Meistern SC Geislingen und SV Bonlanden, auch der FV Sontheim und der TSV Neu-Ulm. Runter in die Bezirksliga geht’s für den FV 09 Nürtingen, die SG Bettringen und den FC Frickenhausen.

Der TSGV Waldstetten, Landesliga-Vizemeister, steigt morgen in Aulendorf gegen den TSV Berg in die Relegation ein. Siegt das Doll-Team, wartet am kommenden Samstag entweder der FV Löchgau oder SV Zimmern als Gegner. Die letzte Hürde würde im Erfolgsfall am 24. Juni der Verbandsliga-Fünftletzte SKV Rutesheim darstellen - ein harter Weg für Waldstetten nach oben.

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