Lokalsport

Jurist mit den richtigen Reflexen

Andreas Thiel hat während seiner Handball-Karriere Rechtswissenschaft studiert. Heute betreibt der 57-Jährige als Fachanwalt für Familienrecht eine eigene Kanzlei in Köln und arbeitet als Justiziar für die Handball-Bundesliga.

Auch sportlich blieb der ehemalige Weltklasse-Torhüter dem Handball verbunden. Er trainiert die Torhüterinnen des Bundesligisten Bayer Leverkusen, wo er seit sechs Jahren auch Abteilungsleiter ist.

Der gebürtige Westfale begann seine Karriere 1974 als Fußball-Torhüter beim Zweitligisten Alemannia Aachen. Seine größten Handball-Erfolge errang er mit dem VfL Gummersbach, mit dem er fünf Meisterschaften, drei Pokalsiege und zweimal den Gewinn des Europapokals der Landesmeister feierte. In der Bundesliga parierte Thiel, der wegen seiner Reflexe den Beinamen „Hexer“ erhielt, 430 Strafwürfe. Dass er sieben Mal zum Handballer des Jahres in der Bundesliga gewählt wurde, ist bis heute Rekord.

Sein Länderspiel-Debüt feierte Thiel 1980 im Spiel gegen die Schweiz. Es folgten vier Weltmeisterschaften und drei Olympische Spiele. Mit 257 Partien im DHB-Trikot ist er Deutschlands Torhüter mit den meisten Länderspielen.bk

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