Lokalsport

Kaltwasser knackt die 100 Meilen

Weilheim. Hin und wieder zurück: Die Weilheimerin Conny Kaltwasser hat zum zweiten Mal in Folge den Berliner Mauerweglauf bestritten. Weil sie die 100 Meilen (161,9 Kilometer) in 29,07 Stunden nun in anderer Richtung abschloss, hat sie sich auch die sogenannte Back-to-Back-Medaille verdient.

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Dabei war die Ausgangslage für Kaltwasser prekär. Vor sechs Wochen hatte sie einen Radunfall samt Rippenbruch erlitten, plagte sich zudem mit einem Bandscheibenvorfall herum. „Mir war klar, dass ich nicht so schnell sein würde“, so Kaltwasser. Erst vor drei Wochen konnte die 51-Jährige wieder richtig ins Training einsteigen. Das sollte aber reichen: Trotz aller Vorbelastung war sie am Ende nur drei Minuten langsamer als 2017.

Ein besonderer Moment war es für alle Teilnehmer, am Mahnmal für Jörg Hartmann vorbeizukommen. 1966 war der damals 14-Jährige von den Grenztruppen der DDR mit mehreren Kopfschüssen getötet worden. Dieses Jahr wurde an ihn nicht nur auf der Medaille des Gedenklaufes erinnert: Die rund 400 Teilnehmer konnten Spielsachen zum Start mitbringen, die von den Veranstaltern am Gedenkort aufgestellt wurden.seg