Lokalsport

Karow und Kießling auf dem Podest

Hahnweide-Piloten beim Segelflug Grand Prix auf Plätzen zwei und drei

Beim Segelflug Grand Prix in Musbach ist Hahnweide-Pilot Holger Karow am Schlusstag doch noch überholt worden und belegte Platz zwei.

Musbach. In einem spannenden Finish ist Matthias Sturm (ASG 29 18m) vom LSV Schwarzwald mit Tagesplatz zwei (108,1 km/h) wieder am bis zum Schlusstag Gesamtführenden Holger Karow (JS-1 18m) von der Kirchheimer Fliegergruppe Wolf Hirth vorbeigezogen, der Tagesplatz fünf und 105,2 km/h erflog. Damit sind Karow wie auch Sturm für das Grand-Prix-Finale im November im südafrikanischen Potchefstroom qualifiziert, das als Weltmeisterschaft gewertet wird.

Strahlender Gewinner des Schlusstags wurde der zweite Hahnweide-Pilot Mario Kießling (Ventus 3T), der die 271,74 Kilometer lange Flugaufgabe um die Wenden Bad Teinach, Bonndorf, Sigmaringen, Glatten mit 108,2 km/h absolvierte. Damit schaffte Kießling im brandneuen Ventus 3T von Schempp-Hirth bei dessen Wettbewerbsdebüt den ersten Tagessieg dieses Flugzeugs in Deutschland.

Nachdem an den Vortagen Kaltluft für gute Thermik gesorgt hatte, floss am Schlusstag warme Luft ein. Diese bremste die Aufwinde etwas aus. Der Sprung auf die Alb von Sigmaringen aus bremste Karow kurzzeitig aus. So musste er den Tschechen Roman Mracek (ASG 29E/107,4 km/h/Platz drei) und Petr Svoboda (ASG 29 18m/106,9 km/h/Platz vier) den Vortritt lassen. Zwölf Aufwindjäger waren mit über 100 km/h unterwegs.

Trotz durchwachsenem Wetter konnten 19 Teilnehmer an sieben von acht möglichen Flugtagen abheben – inklusive offizielles Training. Den schnellsten Schnitt des Wettbewerbs erflog Sturm am zweiten Wertungstag mit 122,3 km/h über 255,2 Kilometer. An allen Flugtagen bewältigte der überwiegende Teil der Teilnehmer die vorgegebenen Flugaufgaben. Im Vergleich zu den Grand-Prix-Veranstaltungen in Chile, Spanien, Russland, Italien, Frankreich, Österreich, Großbritannien, USA und Deutschland hat Gesamtsieger Sturm in Musbach mit 50 Zählern die höchste Punktzahl aller Quali erreicht.

Mehrere der Teilnehmer nehmen übrigens im Januar an den Weltmeisterschaften der 15- und 18-Meter- sowie der Offenen Klasse in Australien teil. Darunter auch Karow, Sturm und Kießling – im Bild von links nach rechts (Foto: Schwark).

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