Lokalsport

Kassenschlager in Nabern

Kreisliga A: Topfavorit VfL Kirchheim kommt personell gehandicapt – TG Kirchheim mit vielen neuen Gesichtern

Am ersten Spieltag 2015/16 in der Kreisliga A, Staffel 2, steht das Lokalderby zwischen dem SV Nabern und dem VfL Kirchheim im Mittelpunkt. Doch die Fußballfans sind auch auf den Auftritt der neu formierten TG Kirchheim im Heimspiel gegen den TSV Raidwangen gespannt.

Liebend gerne würden die Naberner (hier im Zebra-Look) den großen Nachbarn VfL Kirchheim zu Fall bringen - doch VfL-Spielertrain
Liebend gerne würden die Naberner (hier im Zebra-Look) den großen Nachbarn VfL Kirchheim zu Fall bringen - doch VfL-Spielertrainer Markus Schweizer (kleines Foto) hat etwas dagegen.Fotos: Deniz Calagan/Markus Brändli

Kirchheim. „Wir wissen, was auf uns zukommt“, sagt VfL-Spielertrainer Markus Schweizer. Er weiß: Die kommenden Gegner werden bis unter die Haarspitzen motiviert sein, um dem vermeintlichen Überflieger eins überzubraten. Dem will der VfL entgegensteuern. „Wir müssen versuchen, gleich im ersten Spiel ein Ausrufezeichen zu setzen“, empfiehlt der Übungsleiter. Was beim Lokalrivalen SV Nabern aber nicht einfach werden wird, denn der Spielerkader der Teckstädter ist dieser Tage recht dünn besetzt. „Die Lage hat sich noch immer nicht entspannt“, weiß Schweizer, der dennoch davon überzeugt ist, dass noch genug Qualität vorhanden ist, um den erster Dreier einzufahren. Die Verantwortlichen beim SV Nabern freuen sich derweil, der erste Gastgeber des ehemaligen Oberligisten zu sein. „Die Saison könnte gar nicht besser beginnen“, freut sich Naberns Sportlicher Leiter Axel Maier auf den bevorstehenden Kassenschlager.

Für TG-Trainer Costa Giacobbe gibt es mit seiner neu formierten Mannschaft wenig Sprachschwierigkeiten: „Ich kann Afrikanisch und bringe meinen Spielern nebenbei noch die deutsche Sprache bei“, sagt er über seine Multikulti-Truppe. Wie der erste Punktspielauftritt sein wird, darauf ist selbst Giacobbe gespannt: „Es sind schon ein paar gute Fußballer dabei, aber mit dem System und der Taktik müssen sie noch viel lernen.“ Gerade deshalb darf von der neu mit Flüchtlingen zusammengestellten Mannschaft in den ersten Spielen nicht zu viel erwartet werden.

Für Teckbotenpokalsieger TSV Jesingen geht es im ersten Punktspiel zum TSV Altdorf. In den letzten vier Jahren entwickelten sich die Altdorfer zum Lieblingsgegner für die Elf von Trainer Klaus Müller, denn in den letzten acht Aufeinandertreffen gab es für sie nur eine Niederlage (0:1 im vergangenen Oktober).

„Mit dem Fleiß und der tollen Trainingsbeteiligung, die meine Mannschaft in der Vorbereitung an den Tag gelegt hat, hat sie einen erfolgreichen Saisonstart einfach verdient“, sagt Dettingens Trainer Heiko Blumauer. Der ehemalige Holzmadener Coach hat aber im ersten Spiel große Probleme im zentralen Mittelfeld, denn mit Markus Glück und Nelson Abrantes (beide im Urlaub) muss er auf seine beiden möglichen „Zehner“ verzichten. Mit dem Bezirksligaabsteiger 1. FC Frickenhausen erwartet der Dettinger Coach eine technisch und spielerisch starke Mannschaft.

Endlich einmal erfolgreich in eine neue Saison zu starten ist das Ziel beim TV Unterlenningen. Seit dem Aufstieg 2012 wartet die Elf von Spielertrainer Ingo Schäfer seit drei Jahren immer noch auf einen dreifachen Punktgewinn am ersten Spieltag: 2:2, 2:5 und 1:4 lauteten die Start-Ergebnisse. „Wir wollen uns schon zu Beginn der Runde ein Punktepolster schaffen“, sagt TVU-Abteilungsleiter Marc Schmohl. Das erste Match gegen Aufsteiger Spvgg Germania Schlaitdorf ist eine undankbare Aufgabe, denn die Gäste kommen mit einer gewissen Aufstiegseuphorie auf den Bühl.

Der TSV Holzmaden steht im ersten Spiel gegen den FV 09 Nürtingen II vor einer durchaus lösbaren Aufgabe. Schon in der letzten Runde konnte die Elf von Trainer Jürgen Fritsch gegen die Zweite der „Nullneuner“ das Heimspiel mit 2:1 für sich entscheiden.

Nach nur einem Jahr ist der TV Neidlingen wieder in die Kreisliga A zurückgekehrt. Im Auftaktspiel gegen den TSV Grafenberg gilt es für die Spieler von Neutrainer Patrick Kölle, an die couragierten Leistungen beim Teckbotenpokal-Turnier anzuknüpfen: erst im Finale hatte die Mannschaft per Elfmeterschießen verloren. In der achten Spieltag-Begegnung stehen sich der TV Bempflingen – der sich erst über die Relegation vor dem Abstieg retten konnte – und der TSV Grötzingen, Tabellendritter in der Vorsaison, gegenüber.

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