Lokalsport

Kein Honigschlecken

Fußball Weilheimer vor unbequemem Nachbarschaftsduell gegen den SV Ebersbach

Weilheim. In schwer verdaulichen Häppchen bekamen die Fußballer des Landesligisten TSV Weilheim in den vergangenen Wochen den Misserfolg serviert. Der frühen Verabschiedung vom Meisterschaftstraum folgte das genauso wenig schmackhafte Anwachsen des Rückstands auf den Relegationsplatz. Das morgige Spiel gegen den Tabellensechsten SV Ebersbach soll für den TSVW zu einem Appetitanreger werden, zur Trendwende führen.

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Günther Friess, Sportlicher Leiter bei den Limburgstädtern, bricht trotz des schmalen Punktekontos im neuen Jahr nicht den Stab über das Team. „Klar ist es nicht erfreulich, dass wir seit der Winterpause nur eines von sechs Spielen gewonnen haben“, zwischenbilanziert der Weilheimer mit Blick auf das knappe 1:0 gegen den SC Geislingen, dies sei „definitiv nicht das, was man sich erträumt hat“. Bei aller Enttäuschung dürfe niemand vergessen, dass die Verletzungsmisere, den Defensivbereich betreffend, ein großes Problem darstellte. Weil die ganz großen Ziele langsam abhanden kommen, gilt der Fokus in Weilheim nun Tabellenplatz drei - zumal sich Trainer Christopher Eisenhardt mit dem Manifestieren dieser Platzierung einen Wunsch erfüllen würde. „Besser als in der Vorsaison“ wolle er mit dem Team abschneiden, dies hat der Ex-VfL-Abwehrakteur mehrfach betont.

Die Ebersbacher bereiteten allerdings den Weilheimer Kickern bereits in der Hinrunde einiges Kopfzerbrechen. Nach einem 0:2-Rückstand retten Ferdi Er und Timo Mader beim Flutlichtspiel Ende September zumindest noch einen Zähler. „Ebersbach hatte in der Hinrunde auch einige Verletzungsprobleme, seit der Winterpause kommen sie immer besser in Fahrt“, warnt Günther Friess. Vier Siege (der beeindruckendste vor der Osterpause per 4:0 über den Tabellenvierten TV Echterdingen) sowie zwei Niederlagen sorgten unterm Strich für zwölf Zähler, verbunden mit einem gehörigen Sprung in der Tabelle.

Dass heute Abend bereits der Vizetitelkonkurrent aus Heiningen ran darf, kann den morgen nachziehenden Weilheimern je nach Ergebnis zum Vorteil oder Nachteil gereichen. Siegt der FCH gegen den TSGV Waldstetten, wäre dies nicht nur eine Ansage gen Weilheim, sondern würde den Vorsprung zwischenzeitlich auf acht Punkte vergrößern. Im umgekehrten Falle würde eine Heininger Pleite, selbst ein Remis, dem TSVW neue Perspektiven im Kampf um Tabellenplatz zwei verschaffen.

Dabei strotzen die Heininger vor Selbstbewusstsein und basteln fleißig am Projekt Zukunft. Nicht nur Trainer Denis Egger hat verlängert, sondern auch Ex-Profi Benjamin Kern (Darmstadt 98, FC Augsburg, MSV Duisburg) und Dominik Mader (TuS ­Koblenz).Reimund Elbe