Lokalsport

Kein Mitleid mit dem Nachbarn

Tischtennis-Verbandsliga: VfL überrollt TTF Altshausen überraschend deutlich mit 9:2

Fulminanter Rückrundenauftakt für Tischtennis-Verbandsligist VfL Kirchheim: Die Teckstädter überrollten Tabellennachbar TTF Altshausen mit 9:2 und bleiben damit erster Verfolger von Spitzenreiter TG Dondorf.

Da klatscht man doch gerne ab: Simon Geßner und der VfL bleiben in der Verbandsliga auf Relegationskurs. Foto: Markus Brändli
Da klatscht man doch gerne ab: Simon Geßner und der VfL bleiben in der Verbandsliga auf Relegationskurs. Foto: Markus Brändli

Kirchheim. Ein etwas unglücklicher Terminplan verlangte just zum Start der Rückrunde das Aufeinandertreffen des Tabellendritten aus Altshausen mit dem zweitplatzierten VfL. „Wir hatten aus der Vorrunde noch eine Rechnung offen“, erklärte Teamkapitän Patrick Strauch nach dem in dieser Höhe nicht für möglich gehaltenen Sieg – Ende Oktober hatte der VfL in Altshausen noch mit 6:9 das Nachsehen gehabt.

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Die gute Vorbereitung verbunden mit Wettkampfpraxis bei den Kirchheimer Stadt- sowie württembergischen Meisterschaften sollten sich auf Gastgeberseite schnell bemerkbar machen: Michael Klyeisen und Patrick Strauch zogen dem TTF-Spitzendoppel Ocko/Blanar dank taktisch brillanter Leistung direkt den Zahn, während das VfL-Topduo Simon Geßner und Matthias Gantert nur den ersten Satz gegen Zech/Wenger abgeben musste. Knapp ging es im dritten Doppel zu, in welchem Klaus Hummel und Michael Hohl gegen das württembergische Seniorenmeisterdoppel der Herren 50, Dachs/Jagst, nicht so recht ins Spiel fanden und schließlich nach vier Sätzen gratulieren mussten.

Im vorderen Paarkreuz ließ dann Geßner dem Tschechen Blanar mit seinem schnellen Druckspiel keine Chance, während der neue Kirchheimer Stadtmeister Gantert am Nebentisch gegen Ocko seine derzeitige Form unterstrich und Revanche für seine Vorrundenniederlage nahm. Mit dem klarem 3:0-Sieg des studienprüfungsgestressten Michael Klyeisen gegen Wenger im Rücken holte Patrick Strauch nach am Ende hart umkämpften Sätzen gegen Zech den nächsten Zähler.

Der 6:1-Zwischenstand war bereits eine Vorentscheidung, die die Gäste aus dem Landkreis Ravensburg konsterniert registrierten. Die Hoffnung lag nun auf ihren beiden Routiniers Dachs und Jagst, die in der Vorrunde mit insgesamt 17:8 Siegen zu den erfolgreichsten hinteren Paarkreuzen zählten. Nicht beirren ließ sich davon jedoch Skiurlaubsheimkehrer Klaus Hummel beim sicheren 3:0 gegen Jagst. Auch der frischgebackene Ehemann Michael Hohl startete mit einer souveränen 2:0-Satzführung gegen Dachs, musste dann aber über den Entscheidungssatz gehen, um den sechsten Einzelpunkt in Folge für den VfL zu sichern.

Nach einem überragenden ersten Durchgang agierte dann Geßner teilweise unkonzentriert und haderte zu viel mit seinem Aufschlag-Rückschlagspiel, sodass der Tscheche Ocko im fünften Satz auf 8:2 verkürzen konnte. Dies war jedoch reine Ergebniskosmetik, da anschließend Gantert seinem Kontrahenten Blanar keine Chance ließ und den Spieltag beendete.

Nach nun zweiwöchiger Spielpause kommt am 13. Februar die Reserve des DJK Sportbund Stuttgart nach Kirchheim, wo den VfL trotz Favoritenrolle ein heißes Match erwarten wird – die Landeshauptstädter haben sich aufgrund erhöhter Abstiegsgefahr zur Rückrunde nochmals personell verstärkt.kh