Lokalsport

Kein verschärfter Abstieg

Landesliga-Staffeltag in Deizisau: Deutelmosers Wiederwahl – Weilheimer fairste Mannschaft

Beim Staffeltag der Fußball-Landesliga im Vereinsheim des TSV Deizisau wurde Staffelleiter Karl-Josef Deutelmoser einstimmig wiedergewählt. Für den TSV Weilheim beginnt die Saison mit einem Auswärtsspiel bei den SF Dorfmerkingen.

Hart und schmerzlich: Nicht immer geht‘s in der Landesliga fair zu. Das fairste Team in der abgelaufenen Saison war der TSV Weil
Hart und schmerzlich: Nicht immer geht‘s in der Landesliga fair zu. Das fairste Team in der abgelaufenen Saison war der TSV Weilheim, das Team mit den meisten Foulspielen Calcio Leinfelden-Echterdingen.Foto: Markus Brändli

Deizisau. Recht zufrieden zeigte sich Staffeleiter Karl-Josef Deutelmoser mit dem Ablauf der letzten Saison: „Die Saison ist wahnsinnig gut verlaufen“, kommentierte er. Insgesamt gab es nur einen Spielausfall und zwei Begegnungen mussten verlegt werden. In der Fairnesstabelle machte der TSV Weilheim einen gewaltigen Sprung nach oben. Belegten die Limburgstädter noch in der vorletzten Saison den vorletzten Tabellenplatz, waren die Jungs von Trainer Alexander Hübbe diesmal das fairste Team überhaupt – Platz eins. „Das beweist, dass man auch mit Fairness im Spiel erfolgreich sein kann“, unterstrich Deutelmoser.

Dennoch kam keine einzige Mannschaft ohne Rote Karte aus. Mit acht Roten und acht Gelb-Roten Karten belegte Calcio Leinfelden-Echterdingen den letzten Tabellenplatz. „Undiszipliniertheit bringt sicherlich nicht den gewünschten Erfolg. In Sachen Fairness hat gerade Calcio großen Nachholbedarf“, fügte der Staffelleiter kritisch an.

Noch mehr als über die vielen Roten Karten ärgerte sich Deutelmoser über das übliche Verhalten in der technischen Zone. „Schaut nach euren Trainern. Ich habe noch nie erlebt, dass ein Schiedsrichter wegen Reklamierens eine Entscheidung zurückgenommen hat“, appellierte der Staffelleiter. In Zukunft werden Wiederholungstäter vom WFV-Sportgericht kräftig zur Kasse gebeten.

Der WFV-Verbandsspielausschuss-Vorsitzende Rolf Niggel ging auf die Regeländerungen ab der kommenden Spielzeit 2015/16 ein. Handelt sich ein Spieler beispielsweise eine Gelb-Rote Karte in der zweiten Mannschaft ein, ist er definitiv für ein Pflichtspiel gesperrt. Sollte innerhalb von zehn Tagen kein Spiel der zweiten Mannschaft stattfinden, ist der Spieler ab dem elften Tag wieder für alle anderen Mannschaften – mit Ausnahme der zweiten Mannschaft, in der er definitiv ein Spiel „absitzen“ muss – spielberechtigt. Des Weiteren haben die Gastvereine ab der neuen Saison einen Platzordner auf dem Onlinespielberichtsbogen zu benennen, der sich jedoch nicht, wie beim Heimspiel, beim Schiedsrichter vorstellen muss, sondern im Zweifelsfall lediglich deeskalierend auf die eigenen Fans einwirken soll.

Vor der Terminierung der Verbandsspielrunde wurde darüber abgestimmt, ob in Zukunft der Samstag zum Landesliga-Regelspieltag werden soll – bisher ist es der Sonntag. Bei nur fünf Befürwortern für den Samstag blieb es beim Regelspieltag Sonntag. In der neuen Spielrunde wird es keinen verschärften Abstieg geben – vier Teams werden direkt absteigen, und der Tabellenzwölfte muss in die Relegation. Die Regelung ändert sich nur, wenn keine Mannschaft aus der Verbandsliga in die Landesliga, Staffel 2, absteigt. In diesem Fall gibt es nur drei Direktabsteiger, und der viertletzte Verein muss in die Relegation.

Dennoch wird es keine leichten Aufgaben für die fünf Aufsteiger geben. Der FV 09 Nürtingen ist nach 18  Jahren Abstinenz in die Landesliga zurückgekehrt, dazu gesellen sich SC Stammheim, SV Ebnat, TSV Blaustein und TSG Hofherrnweiler-Unterrombach als Neulinge.

Die Saison beginnt am 21. August und endet am 4. Juni 2016. Die letzten beiden Spieltage werden wie üblich zeitgleich ausgetragen. Der TSV Weilheim spielt achtmal Freitagabends, einmal unter der Woche und 14 Mal an einem Samstag. Die restlichen Spiele werden wie gewohnt an einem Sonntag ausgetragen. Der nächste Staffeltag findet im Vereinsheim des SV Ebersbach statt.

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