Lokalsport

Kein Vorzeigerang

Mountainbiker Manuel Fumic wird im Weltcup nur 13.

Beim dritten Weltcup im Lauf im französischen La Bresse hat sich Mountainbike-Profi Manuel Fumic verbessert präsentiert. Am Ende belegte er Platz 13.

La Bresse. Manuel Fumic ging nach den Erfahrungen aus der Vorwoche das Rennen sehr dosiert an. Kein Kraftakt zu Beginn, kein Überziehen in Runde eins. So passierte er auf dem schwierigen Kurs in den Vogesen die Zeitmessung nach den ersten 4,32 Kilometern nur auf Platz 19.

Von dort bewegte er sich zwar in kleinen Schritten nach vorne, wurde allerdings auch zweimal gestoppt. „Ich war meistens mit dem Spanier Carlos Coloma unterwegs, und der fährt nicht gut bergab. Zweimal bin ich wegen ihm gestürzt, weil er eine schlechte Linie gefahren ist und Fehler machte“, erläuterte Fumic.

So büßte er die 13. Position, die er nach drei Runden innehatte, wieder ein. In der Schlussphase konnte Fumic noch mal zulegen, was die viertbeste Rundenzeit belegt. So rollte er an 13. Position über die Ziellinie – 4.10 Minuten nach Sieger und Lokalmatador Julien Absalon (1.26,38). Zu Rang zehn fehlten 17 Sekunden. Platz zehn war die Marke, die sich Fumic nach Platz 30 in Cairns und Platz 20 in Albstadt selbst gesetzt hatte. In seine Rennbilanz mischte sich deshalb auch Selbstkritik.

„Haken dran“, nickte er, und es war, als wolle er ein ganzes lästiges Frühjahr abschütteln. „Ich habe noch mal eine Steigerung hingelegt, an den Top Ten war ich nah dran. Aber ich bin nicht unbedingt zufrieden. Den Umständen entsprechend war es okay.“ Mit den „Umständen“ beschrieb er einen Infekt, der ihn Anfang Mai aus dem Trainings- und Wettkampfrhythmus gebracht hatte. Jetzt benötigt er erst mal eine zweitägige Pause. „Dann wird weiter gearbeitet in Richtung WM.“

Zweitbester Deutscher wurde Christian Pfäffle (Neuffen), der sich mit Startnummer 125 mühsam durch die Reihen quälte, aber Runde um Runde Plätze gutmachte und als 48. mit 9.15 Minuten Rückstand in seinem zweiten Elite-Weltcup erneut in die Punkteränge fuhr. Trotz des Start-Chaos. „Es war schwierig, zu überholen. Am Berg habe ich mich heute aber richtig stark gefühlt. Da konnte ich einige Plätze gutmachen“, sagte der 23-Jährige. Fehler wie in Albstadt unterliefen ihm keine, und wie schon in Albstadt, als er 47. wurde, hatte er sich nichts vorzuwerfen.

Einen Überholvorgang hob Pfäffle hervor. Mathieu van der Poel, den niederländischen Star aus der Cyclo-Cross-Szene, überholte er in der Technischen Zone und ließ ihn dann klar hinter sich. „Ich kann zufrieden sein mit meiner Leistung. Jetzt hoffe ich auf die WM-Nominierung“, bilanzierte der Neuffener.

Die französischen Herren landeten vor heimischen Publikum einen Dreifachsieg. Julien Absalon fuhr zu seinem 31. Weltcup-Erfolg und ließ seine Landsmänner Maxime Marotte (+1,00 Min.) und Victor Koretzky (+1,24) klar hinter sich. Weltmeister Nino Schurter aus der Schweiz hatte zwei Defekte und wurde Vierter (+1,42).

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