Lokalsport

Keine Angst vor dem Angstgegner

Basketball Knights erwarten mit Trier morgen die Mannschaft, die in der vergangenen Saison vier von fünf Duellen mit den Kirchheimern gewinnen konnte.

Enttäuschung im April: An den letzten Auftritt der Trierer in Kirchheim haben Knights-Fans keine guten Erinnerungen, ließen die
Enttäuschung im April: An den letzten Auftritt der Trierer in Kirchheim haben Knights-Fans keine guten Erinnerungen, ließen die Gladiators im dritten Play-off-Duell doch alle Halbfinalträume platzen. Foto: Silviani

Viele Emotionen stecken in den Partien der Knights mit den Gladiators. Die Play-off-Partien mitgerechnet, gab es in der Vorsaison fünf Duelle der morgigen Kontrahenten – einmal gewann Kirchheim, vier Mal Trier. Diese Bilanz soll sich am Samstag ändern, wenn es nach Knights-Trainer Michael Mai geht. „Die Niederlagen der vergangenen Saison spielen heute keine Rolle mehr. Wir haben ein neues Team und wollen zu Hause weiter ungeschlagen bleiben.“

Dass den Vergleichen mit den Pfälzern unter der Teck eher weniger Bedeutung zukommt, liegt nicht zuletzt daran, dass außer Tim Koch und Andreas Kronhardt kein weiterer Spieler der Vorsaison im Knights-Kader steht – im Duell mit Trier sicherlich ein Vorteil für die Kirchheimer Korbjäger.

Die Favoritenrolle ist bei diesem Spiel schwer zuzuordnen. Rein tabellarisch ist die Sache klar. Punktgleich mit dem MBC liegen die Teckstädter an der Spitze, während die Trierer von Trainer van den Berg als Neunter noch auf der Suche nach der richtigen Abstimmung zu sein scheinen.

Dies ist insofern verwunderlich, da mit Brandon Spearman, Jack Eggleston, Kilian Dietz, Simon Schmitz und Kevin Smit entscheidende Akteure nach der vergangenen Saison in Trier geblieben sind. Die Eckpfeiler der Mannschaft sind also dieselben wie im Vorjahr. Jedoch mussten die Gladiators den Abgang der beiden Leistungsträger Dwayne Evans und Kwadzo Ahelegbe verdauen, die bislang nicht vergleichbar ersetzt werden konnten. Aus Kirchheim verpflichteten die Trierer Johannes Joos. Das Centertalent plagte sich seit Saisonbeginn jedoch mit vielen kleineren Verletzungen und konnte bislang noch nicht die erhoffte Stütze darstellen. In knapp 15 Minuten kam Joos auf drei Punkte und vier Rebounds pro Partie.

Obacht vor Spearman

Doch die Gladiators verfügen über viele erfahrene Spieler, die eine Niederlagenserie einzuordnen wissen und damit umgehen können. Topscorer im Team ist US-Shooting Guard Brandon Spearman mit 13,8 Punkten. Dicht gefolgt von Sebastian Herrera Kratzborn mit 11,4 Punkten. „Wir dürfen sie auf keinen Fall unterschätzen. Eine Mannschaft wie Trier würde eine Leistung, wie wir sie gegen Baunach gezeigt haben, ausnutzen. Wir müssen uns also deutlich steigern, wenn wir die Punkte behalten wollen“, erklärt Mai.

Die Schwaben müssen ihrerseits auf Tim Koch verzichten. Der Heilungsprozess seines im Spiel gegen Hamburg erlittenen Bänderrisses verläuft bislang positiv. „Tim nimmt bereits wieder an der einen oder anderen Fitnesseinheit teil. Bis er aber aufs Feld zurückkehrt, wird noch etwas Zeit vergehen. Wir wollen hier auch kein Risiko eingehen“, erklärt Mai. Eine Einblutung im verletzten Sprunggelenk bereitet Koch weiterhin starke Schmerzen.cs

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