Lokalsport

Keine großen Sprünge an der Weltcup-Schanze

Die beiden Teck-Biker Christian Pfäffle und Luca Schwarzbauer wollen sich beim Bundesligafinale in Titisee-Neustadt mit guten Leistungen verabschieden.

Titisee. An der Hochfirstschanze, wo das Bundesliga-Finale stattfindet, werden bei Weltcup-Skispringen im Winter große Sprünge gemacht. Doch zu denen werden wohl weder Christian Pfäffle noch Luca Schwarzbauer ansetzen. Nicht nur bei ihnen, auch bei ihren Konkurrenten schleicht sich nach einer langen Saison langsam die Müdigkeit in Kopf und Knochen.

Dennoch, ohne Ambitionen fahren beide nicht in den Hochschwarzwald. „Die Top Fünf sind ein kleines Ziel“, sagt Christian Pfäffle. Um von Rang sieben in der Gesamtwertung der Bundesliga-Serie noch unter die besten fünf vorzustoßen, braucht der Neuffener Stevens-Fahrer allerdings noch mal den „Renn-Modus“, der ihm am vergangenen Samstag in Polen gefehlt hatte. „Das kriege ich am Wochenende schon besser hin“, zeigt er sich zuversichtlich.

Die Gegner sind teilweise hochkarätig, wie zum Beispiel der Gesamt-Weltcup-Dritte Maxime Marotte aus Frankreich oder der Schweizer Florian Vogel. Danach stellt sich für den 23-Jährigen nur noch die Frage, wie es nächstes Jahr weitergeht. Die Suche nach einem neuen Vertrag gestaltet sich nicht einfach, aber das ist auch nicht ungewöhnlich. „Mit zwei Teams bin ich im Gespräch, aber es ist noch völlig offen“, bekennt Pfäffle.

Sein Klubkamerad Luca Schwarzbauer muss sich darum nicht sorgen. Der Reuderner bleibt beim Lexware Mountainbike Team. Er will im U 23-Rennen „noch mal ein gutes Ergebnis“ erzielen. „Ich fahre im Moment noch gerne Rennen und habe Spaß daran“, so Schwarzbauer, der Anfang Oktober aber noch den Alb-Gold-Marathon bestreiten will.

Allerdings dürfte das mit der fehlenden Grundlage den meisten seiner Konkurrenten so gehen. Die Messlatten sind wohl Teamkollege Max Brandl (Freiburg), der zuletzt beim U23-Weltcup in Andorra ja Vierter war und der Belgier Kevin Panhuyzen, der dort Achter wurde.

Auch der Weilheimer Pirmin Sigel hat für das Bundesliga-Finale im Schwarzwald gemeldet. Vier Wochen, nachdem er sich den Arm gebrochen hatte, hielt der Knochen den Belastungen beim Albtrauf-Marathon in Gruibingen stand. Der 17-Jährige gewann sogar die 47-Kilometer-Distanz (wir berichteten). „Ich habe noch eine Bandage, aber ich komme gut damit zurecht. Manchmal bin ich noch etwas unsicher in den Abfahrten, aber meinen Beinen hat die Pause sehr gut getan“, sagt Pirmin Sigel. „Ich bin voll motiviert und will wissen, was geht.“

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