Lokalsport

Keine halben Sachen

Fußball-Bezirksligist SGEH peilt im Nachholheimspiel morgen einen Sieg an

Nachschlag am Tag vor dem dritten Advent: Fußball-Bezirksligist SGEH könnte sich am Samstag mit einem Heimerfolg gegen den FC Rechberghausen die Vorweihnachtszeit versüßen – wenn die Partie witterungsbedingt stattfinden kann. Die Chancen stehen jedoch gut.

Erkenbrechtsweiler. Zuletzt gab es in Erkenbrechtsweiler und Hochwang sogar Sonnenschein und deutliche Plusgrade – und das mitten im Dezember. Die in strengen Wintern von Spielausfällen geradezu gebeutelte SGEH ist in diesem Spätherbst bisher ganz gut weggekommen. Einzig das Match gegen den FC Rechberghausen fiel Ende November aus. Geradezu optimistisch klang es, als der Nachholtermin dann auf den 12. Dezember gesetzt wurde. Doch in nächster Zeit sinkt das Thermometer am SGEH-Sportplatz aktuell kaum unter null Grad. Dem Duell der Tabellennachbarn am Samstag am 14 Uhr im Hardtwaldstadion steht nichts im Wege.

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„Wir wollen auch unbedingt spielen“, betont SGEH-Kapitän Marc Weger, der zu den bislang 20 erkämpften Zählern deren drei hinzufügen möchte. Gelänge zum Jahresauftakt gegen den TSV Denkendorf am 21. Februar der nächste Dreier, wäre mit 26 Punkten eine traumhafte Basis für den Ligaverbleib gelegt.

Aktuell fokussieren sich Weger und Co. allerdings gänzlich auf das direkt folgende Match. „Wir haben einfach in den vergangenen Monaten zu viele Punkte liegen lassen“, ärgert sich der Routinier, erinnert sich dabei spontan an Spiele wie bei der unglücklichen 2:3-Niederlage in Reichenbach oder den in letzter Spielsekunde gefangenen Ausgleich beim 1:1 gegen den FV Neuhausen. Diese „kleinen und großen Enttäuschungen“ könne man mit einem Heimsieg über den FC Rechberghausen vergessen machen.

Sowohl das Team von Georgios Karatailidis, der nur bei einem Heimsieg mit der Zwischenbilanz zufrieden wäre, als auch Gegner FCR haben aktuell 20 Zähler auf dem Konto. Der Sieger würde sich definitiv auf Tabellenplatz elf vorarbeiten. Weger setzt auf die volle Konzentrationsfähigkeit des Teams: „Die Vorrunde war für uns als Aufsteiger ein stetiger Lernprozess, doch nun müssen wir unser Ding eben einmal 90 Minuten durchziehen.“ Zumindest spielt die SGEH meistens hopp oder topp. Nur zwei Remis in 17 Spielen zeugen untrüglich davon, dass auf der Alb keine halben Sachen gemacht werden.

Es dürfte sich für die Kicker der Sportgemeinschaft zudem auszahlen, am Samstagnachmittag öfters vor dem gegnerischen Tor aufzukreuzen. Der FC Rechberghausen hat mit 44 Gegentreffern die zweitschlechteste Abwehr der Bezirksliga Neckar/Fils. Allerdings verhagelte hierbei das Blackout-Spiel in Frickenhausen (0:9 am 30. August) diese Bilanz gehörig. Das Team aus dem Norden des Landkreises Göppingen legte einen überdurchschnittlichen Start in die Saison hin, war am fünften Spieltag immerhin Tabellenfünfter. Seither ist die Konstanz ein wenig abhanden gekommen. Vergangenen Sonntag setzte es eine in der von Peter Martsch (TSV Jesingen) geleiteten Partie eine 1:4-Klatsche in Deizisau.

Und noch eine zweite Nachholpartie steht an – auch dieses Duell dürfte verstärktes Interesse bei den SGEH-Verantwortlichen wecken. Landesliga-Absteiger FC Frickenhausen will beim SC Altbach die von Trainer Martin Mayer vehement geforderte Konstanz in die Leistungen bringen. Vergangenen Sonntag hat das 3:1 gegen den FV Neuhausen für neuen Optimismus im Tischardt-Egart gesorgt. Trotz des 1:1-Gegentreffers zwölf Minuten vor dem Abpfiff zeigten die FCF-Mannen Moral, Kevin Sen und Ex-VfL-Kicker Coskun Isci machten alles klar.

Für die höchst abstiegsgefährdeten Altbacher (lediglich 13 Punkte als Tabellenvorletzter) ist der Druck schon groß, der für Frickenhausens Spieler angesichts der anderen Ansprüche noch viel größer.