Lokalsport

(K)eine Prognose

TCK-Sechs ohne Jörn Kaiser, aber mit neuer Nummer eins

Nach dem Oberliga-Abstieg 2015 hat sich der TC Kirchheim personell runderneuert, doch Verbandsliga-Prognosen sind schwer zu erstellen.

Kirchheim. Mit drei neuen Spielern bestreitet der TC Kirchheim die siebenwöchige Verbandsliga-Spielzeit. Prominentester Name auf der Zugangsliste: Guillermo Leonel Videla (26), die neue Nummer eins.

Der Argentinier, der aktuell noch einen gültigen Arbeitsvertrag beim französischen Zweitligisten Clermont Ferrand hat, kommt auf Vermittlung seines Freundes Toni Holzinger – mit dem TCK-Akteur spielte er dort vier Jahre lang zusammen. „Es ist ein Freundschaftsdienst, dass Guillermo für den TCK spielt“, sagt Holzinger über Videla, der in der Vorsaison noch für den Verbandsligisten TC Blau-Weiss Vaihingen-Rohr am Ball war und bleibenden Eindruck hinterließ. „Seinen Gegnern spielt Videla einen Knoten in den Fuß. Er ist eine Ballwand, die jeden Ball zurückbringt“, beschreibt ihn Ex-Mitspieler Ingmar Gutknecht („er hat bei uns kein Spiel verloren“) nahezu euphorisch.

Videla ist die Kirchheimer Top-Verpflichtung 2016 – mit Vorschusslorbeeren wie denen von Holzinger („er dürfte alle Spiele gewinnen“) muss der Argentinier leben. Thomas Hantge ist der zweite Neuzugang, Ex-Zweitbundesligaspieler, früherer Trainingsgegner von Steffi Graf und 48 – als LK7-Mann ist der Heidelberger als Nummer fünf angedacht. Dahinter folgt mit Felix Wanitschke ein 17-jähriges Nachwuchstalent, das die Etablierten Peter Benovsky, Manuel Zabukovec, Thomas Uhlig und Rico Holzinger im Ranking auf hintere Positionen verdrängt.

Damit könnte der TCK im Auftaktspiel gegen den TC Spaichingen mit Videla (1), Holzinger (2), Alexander Miehle (3), Benjamin Dröge (4), Thomas Hantge (5) und Felix Wanitschke (6) auflaufen. Könnte. Tatsächlich muss die Mannschaft morgen ohne den neuen Spitzenspieler auskommen, weil der letztmals in Frankreich aufschlagen muss. „Unsere restlichen sechs Verbandsliga-Spiele wird er aber bestreiten“, weiß Holzinger.

Jene Fans, die morgen zum Saisonauftakt auf das TCK-Clubgelände in der Arnulfstraße pilgern, werden TCK-Routiinier Jörn Kaiser nicht mehr in der gewohnten Doppelfunktion (als Trainer und Spieler) erleben: Kaiser (45) ist ab sofort nur noch Coach. Zum Spielen hat er zur M40-Mannschaft des TV Bissingen gewechselt, die in der Oberliga spielt – das Kirchheimer Seniorenteam ist aufgelöst.

Offizielles Verbandsliga-Ziel der Kaiser-Truppe ist „ein Platz im vorderen Mittelfeld“, wie TCK-Präsident Ralf Pörtner verrät. Mit einem erfolgreichen Angriff auf die vermeintlichen Oberliga-Aufstiegsfavoriten VfL Sindelfingen, TC Schorndorf und SF Schwendi könnte sich Pörtner auch anfreunden.

Alle TCK-Saisonspiele

Sonntag, 5. Juni (10 Uhr) TC Kirchheim – TC Spaichingen Sonntag, 19. Juni (10 Uhr) TC Heidenheim II – TC Kirchheim Sonntag, 26. Juni (10 Uhr) TC Kirchheim – TC Markwasen-Reutl. II Sonntag, 3. Juli (10 Uhr) SF Schwendi – TC Kirchheim Sonntag, 10. Juli (10 Uhr) VfL Sindelfingen – TC Kirchheim Sonntag, 17. Juli (10 Uhr) TC Tailfingen – TC Kirchheim Sonntag, 24. Juli (10 Uhr) TC Kirchheim – TC Schorndorf

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