Lokalsport

Kellerkinder unter Druck

Fußball-Kreisliga A: Nabern und Unterlenningen kämpfen gegen Abstieg

Spannender Saisonendspurt in der Fußball-Kreisliga A2. Während die vorderen beiden Tabellenplätze bereits an den VfL Kirchheim und die SF Dettingen vergeben scheinen, stecken gleich sieben Teams mitten im Abstiegskampf.

(Tor-)Jubel tut Not: Der SV Nabern ist am Sonntag gegen Bempflingen zum Siegen verdammt. Foto: Markus Brändli
(Tor-)Jubel tut Not: Der SV Nabern ist am Sonntag gegen Bempflingen zum Siegen verdammt. Foto: Markus Brändli

Kirchheim. Der direkte Wiederaufstieg in die Bezirksliga rückt für den VfL Kirchheim Woche für Woche näher. Sieben Punkte Vorsprung auf die SF Dettingen – jedoch mit einem Spiel mehr – sind sechs Spieltage vor Saisonende eine vielversprechende Ausgangslage für die Teckstädter. Spieletrainer Markus Schweizer warnt allerdings: „So ein Polster kann schnell schmelzen. Das wissen meine Jungs, deswegen ist bei uns immer noch höchste Spannung angesagt.“ Von einem positiven Saisonabschluss ist Leistungsträger Nicolo Incorvaia hingegen überzeugt: „Wir haben so viele Opfer bringen müssen, damit wir jetzt da stehen, wo wir sind. Das lassen wir uns nicht mehr nehmen.“

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Am Sonntag ist der viertplatzierte FV 09 Nürtingen II zum vorletzten Heimspiel an der Jesinger Allee zu Gast. Ein Sieg in dieser Partie wäre ein weiterer Schritt zurück in die Erfolgsspur vergangener Tage. „Wir wollen uns wieder zu einem gesunden Verein entwickeln, der sein Potenzial voll ausschöpft. Und dann bin ich mir sicher, dass die nächsten Jahre für alle VfL-Fans beeindruckend werden“, hofft der 29-jährige Incorvaia.

Dem VfL dicht auf den Fersen sind die SF Dettingen, dennoch zählt für SFD-Spielleiter Thomas Beller weiterhin nur der zweite Platz, der zur Relegation berechtigt: „Wir möchten unseren Rang zwei sichern. Wenn dann alles perfekt läuft für uns, können wir auch mal mit einem Auge nach Kirchheim schielen.“ Gegen den potenziellen Gegner in der Aufstiegsrelegation, den FTSV Kuchen aus der Kreisliga A 3, kamen die Dettinger bereits vergangene Woche im Pokal mit 0:6 unter die Räder. Deshalb gilt es nun, übermorgen vor heimischem Publikum gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten TG Kirchheim Wiedergutmachung zu betreiben. Beller appelliert allerdings daran, das Schlusslicht nicht zu unterschätzen: „Die TG ist schwer einzuschätzen. Man merkt, dass es zu Ende geht und so was ist brandgefährlich.“

Nicht ganz so rosig ist dagegen die Situation des SV Nabern. Trotz der beachtlichen Hinrunde rutschte die Mannschaft um Trainer Viktor Oster inzwischen auf den zwölften Platz ab und steckt mitten im Abstiegskampf. Umso wichtiger ist übermorgen die Heimpartie gegen Kellerkonkurrent TV Bempflingen. „Wenn wir gewinnen, können wir zu den Bempflingern aufschließen. Bei einer Niederlage allerdings wäre der Abstand anschließend für uns dann fast schon zu groß“, spekuliert Oster, der sein Team trotz der Drucksituation offensiv spielen lassen möchte. Nach dem Spiel gegen Bempflingen erwartet die Naberner ein deftiges Restprogramm, in dem man mit einer Ausnahme (am letzten Spieltag gegen Frickenhausen) auf Mannschaften der oberen Tabellenhälfte trifft. Für den SV-Coach spielt das jedoch keine Rolle: „Wenn wir unten rauskommen möchten, müssen wir auch die guten Mannschaften schlagen. Wir haben in der Hinrunde auch schon gezeigt, dass wir da gut mithalten können.“

In einer noch brenzligeren Lage steckt derweil der TV Unterlenningen. Der Rückstand auf das rettende Ufer ist bereits auf 13 Zähler angewachsen. Zwar ist der TVU am Sonntag beim Tabellenfünften TSV Altdorf klarer Außenseiter. Nichtsdestotrotz braucht die Elf von Spielertrainer Ingo Schäfer Zählbares, wenn sie überhaupt noch ein Wörtchen mitreden will im Kampf um den Klassenverbleib. Schäfer ist davon aber weiterhin überzeugt: „Wir müssen uns spielerisch noch etwas steigern, aber ich weiß, dass es auch gegen uns unangenehm ist, zu spielen. Deswegen werden wir noch unsere Punkte holen.“ Ob der 30-Jährige dem TVU nach der Saison weiterhin als Spieler erhalten bleibt, ist nach wie vor unklar. „Ich konzentriere mich jetzt erst auf den Endspurt, danach sehen wir weiter“, so der ehemalige Notzinger Bezirksligakicker. Als Trainer wird ihn bekanntlich das Gespann Timo Stümpflen/Yusuf Cetinkaya ablösen.

Außerdem ist der TSV Holzmaden (13. Platz) an den Lehenäckern beim wiedererstarkten TSV Jesingen (6.) zu Gast, während der TV Neidlingen (7.) den TSV Raidwangen (3.) empfängt.

Neben der TG Kirchheim bereits abgestiegen ist der FC Frickenhausen II (15.). Am Sonntag trifft die Bezirksligareserve des FCF auf den TSV Grafenberg (8.). Im Abstiegskampf kommt es zum „Sechs-Punkte-Spiel“ zwischen den Tabellennachbarn TSV Grötzingen (10.) und der Spvvg Germania Schlaitdorf (11.).