Lokalsport

Kirchheim und Ulm im Gleichschritt an der Spitze

Turnen Der VfL muss sich nach dem zweiten Platz am zweiten Wettkampftag Rang eins der Drittliga-Tabelle teilen.

Konzentriert am Schwebebalken. Nora Bauerfeld. Foto: Georg Hrivatakis
Konzentriert am Schwebebalken. Nora Bauerfeld. Foto: Georg Hrivatakis

Ulm. Die Drittliga-Turnerinnen des VfL Kirchheim mischen weiter an der Tabellenspitze mit. Nach dem zweiten Platz am zweiten von vier Wettkampftagen in Ulm liegen die Kirchheimerinnen in der Gesamtwertung gleichauf mit dem SSV Ulm II, der sich den Tagessieg in der heimischen Kuhberghalle sicherte. Mit 26:2 Tabellenpunkten und einer Gesamtpunktzahl von 355,60 liegen der VfL und Ulm vor dem dritten Wettkampf im November in Buchholz gleichauf.

Mit Katharina Goldammer, Theresa Lamprecht, Nora Bauerfeld und Maike Halbisch gaben gleich vier Turnerinnen in Ulm ihr Debüt im VfL-Team. Während Maya Reichwald, beste Vierkämpferin des ersten Wettkampftages, ihre Konfirmation feierte, musste die mit 15 Jahren teamälteste Maike Brey verletzungsbedingt pausieren. Erst kurz vor Wettkampfbeginn erklärte Lana Schissel, deren Vierkampf Trainerin Michaela Pohl fest eingeplant hatte, dass ihr nur ein Start am Stufenbarren möglich sein würde. So waren aus dem Erfolgsteam vom ersten Wettkampftag im März in Dillenburg nur noch Nele Rüping und Klara Quach am Start.

Die beiden machten ihre Sache besonders gut. Unter den acht Drittligisten wurde Nele Rüping mit 46,60 Punkten Top-Scorer, gleich dahinter rangierte Klara Quach punktgleich mit der Niederländerin Juliette Pijacker (TG-TV Herkenrath/KLZ-Düsseldorf) vor deren Landsfrau Nadieh van Pol (TuS Wüllen).

In der Ulmer Kuhberghalle musste der SSV am Sprung vorlegen. Nach fünf gelungenen Sprüngen und hohen Wertungen gingen die Kirchheimerinnen ins Rennen und mussten gleich mit dem ersten Tsukahara von Maike Halbisch einen Dämpfer hinnehmen. Dem folgten vier gestandene Sprünge von Nora Bauerfeld, Katharina Goldammer, Nele Rüping und Klara Quach. Trotz der Tageshöchstnote von Nele Rüping (13,15) lag der VfL 1,35 Punkte hinter den Gastgebern, aber unangefochten vor den sechs anderen Teams der eingleisigen dritten Liga.

Den Vorsprung baute die Ulmer Mannschaft an ihrem stärksten Gerät, dem Stufenbarren, lediglich um 0,75 Punkte aus. Für das Kirchheimer Team war Klara Quach mit 10,30 Zählern eifrigste Punktesammlerin. Aber auch Nora Bauerfeld, Nele Rüping und Maike Halbisch lagen mit den Neunerwertungen gut im Rennen. Nur Lana Schissels 8,65 Punkte lagen hinter den Erwartungen. Hier war es die TG Breisgau, die mit 38,90 Punkten das höchste Geräteergebnis am Stufenbarren erzielte.

Im dritten Gerätedurchgang verdichtete sich das Feld zusehends. Unterhaching und Breisgau turnten deutlich stabiler als am ersten Wettkampftag, während der TuS Wüllen am Schwebebalken auftrumpfte, nachdem er hinter dem SSV Ulm zweitbeste Mannschaft war. Die Kirchheimer hatten das viertbeste Ergebnis und nicht die erwünschte Stabilität. Nele Rüping ragte mit einer erneuten Tageshöchstnote von 12,20 Punkten heraus - der Tagessieg war damit für den VfL nicht mehr drin, ein Treppchenplatz aber durchaus. Nach dem die zwölfjährige Theresa Lamprecht als Nachrücker am Schwebebalken ihr Debüt feierte, war es die Herausforderung für die elfjährige Katharina Goldammer, Lana Schissel am Boden zu ersetzen. Gemeinsam mit Maike Halbisch und Nora Bauerfeld legten sie den Grundstein. Die Kirchheimerinnen erwiesen sich als bestes Drittligateam am Boden, denn Klara Quach (12,75) holte hier die Tageshöchstnote. Nele Rüping steuerte 12,20 Punkte bei.mp

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