Lokalsport

Kirchheimer Duo behauptet sich im Topteilnehmerfeld

Turnen Julian Hausch und Marcus Bay belegen bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin die Plätze 27 und 31.

Blieb am Pauschenpferd sturzfrei: Marcus Bay. Archivfoto: Heiko Paul
Blieb am Pauschenpferd sturzfrei: Marcus Bay. Archivfoto: Heiko Paul

Berlin. Bei den deutschen Meisterschaften der Turner in Berlin haben Julian Hausch und Marcus Bay vom VfL Kirchheim respektable Ergebnisse erzielt. Da die Titelkämpfe auch als WM-Qualifikation dienten und das Starterfeld darum überwiegend aus Turnern des Bundeskaders und der Bundesligavereine bestand, war allein die Teilnahme für die beiden Kirchheimer ein großer Erfolg Vor Tausenden von Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle belegte Hausch den 27., Bay den 31. Platz unter 35 Teilnehmern.

Am Boden startete das VfL-Duo nervös und musste jeweils einen Sturz beim Doppelsalto in Kauf nehmen. Souveränere Vorstellungen konnten die Kirchheimer hingegen am Pauschenpferd, dem Zittergerät der Männer, abliefern. Sie beendeten ihre Übungen beide sturzfrei. An den Ringen präsentierte Julian Hausch eine saubere Übung und wurde vom Kampfgericht mit über zwölf Punkten belohnt. Marcus Bay unterliefen allerdings einige Unsicherheiten, die von den kritischen Blicken des Kampfgerichts streng geahndet wurden.

Marcus Bay zeigte am Sprung einen gestreckten Tsukahara mit zwei Doppelschrauben, musste sich jedoch bei der Landung abstützen. Dennoch war die Schwierigkeit des Sprunges so hoch, dass er trotzdem die Wertung von Julian Hausch deutlich überbot. Am Barren und Reck zeigten beide Turner nahezu fehlerfreie Übungen mit sicheren Abgängen.

In der Endabrechnung belegte Julian Hausch mit 69,25 Punkten den 27. Platz, Marcus Bay kam mit 66,50 Punkten auf Platz 31. Deutscher Meister wurde Andreas Toba (Hannover/83,10 Punkte) vor Marcel Nguyen (Unteraching/82,35).mp

Pohl muss passen

Felix Pohl, Kirchheims Bundeskaderturner, wollte in Berlin eigentlich seinen Titel am Reck verteidigen, den er 2017 an gleicher Stelle gewonnen hatte. Allerdings plagen den Kirchheimer seit Anfang des Jahres diverse Verletzungen, sodass kein konstantes Training möglich war. Daher musste Felix Pohl seine Teilnahme schweren Herzen absagen. Damit hat er auch keine Chance mehr, bei den Weltmeisterschaften im Oktober in Stuttgart an den Start zu gehen.mp

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