Lokalsport

Kirchheimer erweisen sich als abgezockter

Handball Der VfL gewinnt das Bezirksligaderby beim TSV Weilheim mit 29:25 und grüßt von Tabellenplatz eins.

Blau am Drücker: Julian Mikolaj und der VfL hatten in Weilheim die Oberhand. Foto: Brändli
Blau am Drücker: Julian Mikolaj und der VfL hatten in Weilheim die Oberhand. Foto: Brändli

Weilheim. Der VfL Kirchheim hat das Derby in der Handballbezirksliga gewonnen. Den Teckstädtern gelang beim TSV Weilheim ein 29:25 (15:8)-Erfolg, durch den das Team die Tabellenführung übernahm. Dabei erwies sich der VfL als die abgezocktere Mannschaft.

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„Der erste Durchgang war eine Demontage“, zürnte Weilheims Trainer Martin Weiss in der Halbzeitpause. Seine Mannschaft hatte bis dahin so ziemlich alles vermissen lassen, was ein Derby ausmacht: Einsatz, Siegeswille, Durchsetzungsvermögen. Die ersten 30 Minuten konnten die Kirchheimer nach Belieben agieren. Vor allem Marcel Metzger und Robin Habermeier nutzten die Weilheimer Passivität zu Torerfolgen. Bereits in der sechsten Minute führten die Kirchheimer 4:1.

Auch fortan hatten die Gäste keine großen Mühe. Zur Pause zweifelte kaum einer der Zuschauer am Spielausgang. Die emotionale Halbzeitansprache von Weiss kam jedoch einem Weckruf gleich. Plötzlich zeigten die Weilheimer Engagement und Gegenwehr. Durch einen 6:0-Lauf zwischen der 39. und der 46. Minute glichen die Weilheimer zum 20:20 aus - die Halle brodelte.

Anschließend nutzten die Gäste eine Zeitstrafe gegen Weilheims Patrick Seyferle, um selbst wieder 22:20 in Führung zu gehen. Danach stand Seyferle abermals im Mittelpunkt, als er den Kirchheimer Dominik Merkle bei einem Kontertor foulte. Zusätzlich ahndeten die Schiedsrichter die Aktion in der 54. Spielminute mit der Roten Karte für den wichtigsten Weilheimer.

Fortan versuchte der TSVW mit einer offensiveren Deckung die Kirchheimer zu Ballverlusten zu zwingen. Doch Dominik Merkle führte gekonnt Regie und setzte seine Mitspieler in Szene, sodass der VfL den Vorsprung bis zum Schluss verteidigen konnte. Am Ende war der Sieg des VfL Kirchheim verdient.

„Schade, dass es nicht zu mehr gereicht hat. Aber der Rückstand aus der ersten Hälfte war eine zu hohe Hypothek. Die Aufholjagd kostete viel Kraft. Fakt ist aber auch, dass wir mit nur 30 guten Minuten gegen keinen Gegner in der Bezirksliga gewinnen können“, ärgerte sich Weiss nach der Partie.

Während der VfL nach dem zweiten Saisonsieg auf Tabellenplatz eins rangiert, steht der TSVW nach zwei Niederlagen am kommenden Samstag gegen den TSV Neckartenzlingen bereits unter Zugzwang.pa

Spielstenogramm

TSV Weilheim: Illi, M. Latzel; Driesnack (2), Klett (10/6), Seyferle (2), Späth (1), Hiller (4), Pfeffer, Höferer, Klein (1), Höfert, Roth (2), Auweter, Banzhaf (3)

VfL Kirchheim: Pisch, O. Latzel; M. Hamann, Habermeier (6), T. Hamann, Böck (1), Metzger (6), Pradler, Merkle (2), Mikolaj (10/4), Keller (2), Sadowski (2)