Lokalsport

Kirchheimer Piloten so erfolgreich wie nie

Segelfliegen Nach Ende der Bundesligarunde steht die Fliegergruppe Wolf Hirth auf dem zwölften Platz.

Am Himmel über Donaueschingen: Blick aus dem Cockpit von Hahnweide-Pilot Stefan Kessler. Foto: Kessler
Am Himmel über Donaueschingen: Blick aus dem Cockpit von Hahnweide-Pilot Stefan Kessler. Foto: Kessler

Kirchheim. Platz zwölf in der Gesamtwertung - mit diesem Ergebnis können die Kirchheimer Piloten die Segelflug-Bundesliga-Saison 2017 durchaus als Erfolg werten. Erst ein Mal, vor zwei Jahren, standen sie am Ende so weit oben in der Tabelle, in allen anderen Jahren der Liga ordneten sie sich zwischen Platz 14 und 22 ein.

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Die letzte Runde bot noch einmal gute Wetterbedingungen für lange Streckenflüge. Von den zehn Piloten, die für die Fliegergruppe Wolf Hirth in die Luft gegangen waren, schafften es Albert Kiessling, Sebastian Nägel und Felix Ruof mit seinem Kopiloten Steffen Jenter in die Wertung.

Kiessling flog von der Hahnweide bis südöstlich von Basel, von dort nach Bretten, weiter nach Osten bis kurz vor Eichstätt und landete dann auf dem Hornberg. Insgesamt legte er in knapp sieben Stunden 555 Kilometer zurück, im Wertungsfenster von zweieinhalb Stunden für die Bundesliga kam er auf 251 Kilometer mit einem Schnitt von 100 km/h. Ruof und Jenter gelang ein Flug über 516 Kilometer bis ins Neuenburger Jura in der Schweiz und zurück, in die Ligawertung flossen davon 234 Kilometer mit 93 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit ein.

Die Top-Marke des Tages aber setzte aus Kirchheimer Sicht Sebastian Nägel: In sieben Stunden und 48 Minuten flog er von der Hahnweide aus bis nach Saint Auban, etwa 40 Kilometer nordwestlich von Nizza in Südfrankreich - 260 Kilometer mit einem 103er-Schnitt gingen für die Kirchheimer in die Ligawertung ein. Nur neun von insgesamt 1 136 gemeldeten Flügen an diesem Wochenende gingen über eine noch größere Distanz.

Vereinsvorsitzender zufrieden

Gunther Sill, Vorsitzender des Segelflugvereins, ist zufrieden mit dem Ausgang der Saison. „Zu Beginn hatten wir uns das Ziel gesetzt, möglichst nah an die Top Ten heranzufliegen, und da sind wir mit Rang zwölf gut gelandet.“ Sill freute sich vor allem darüber, dass in jeder Runde, in der es das Wetter zuließ, Flüge für den Wettbewerb gemeldet wurden. „Natürlich haben wir unsere üblichen Verdächtigen im Streckenflug, die immer starten, aber in diesem Jahr waren es insgesamt deutlich mehr Piloten, die mitgewirkt haben. Die Basis wird breiter.“Lars Reinhold