Lokalsport

Kirchheimer Piloten weiter im Aufwind

Segelfliegen In der achten Runde der Bundesliga festigt die Fliegergruppe Wolf Hirth den zweiten Gesamtplatz.

Segelfliegen -  ein faszinierender Sport mit manchem schönen Motiv für den Fotografen. Doch die Gefahr fliegt mit.Foto: Schuster
Segelfliegen - ein faszinierender Sport mit manchem schönen Motiv für den Fotografen. Doch die Gefahr fliegt mit.Foto: Schuster

Kirchheim. Die Erfolgsserie der Fliegergruppe Wolf Hirth hält an: Mit einem Sieg in der achten Runde der Segelflug-Bundesliga haben die Kirchheimer Piloten einmal mehr bewiesen, dass sie gute Wetterlagen zu nutzen wissen. Insgesamt 14 Piloten reichten am vergangenen Wochenende ihre Streckenflüge ein, und wie immer kamen die drei in die Wertung, die innerhalb eines Zeitfensters von zweieinhalb Stunden die höchste Durchschnittsgeschwindigkeit erreicht hatten.

Mit dieser Leistung holte die Fliegergruppe 20 Punkte für die Gesamtwertung und beißt sich hier auf Rang zwei fest. Spitzenreiter ist weiter der LSV Rinteln mit 25 Punkten Vorsprung, Rang drei hält der LSV Schwarzwald mit zwölf Punkten Rückstand auf die Kirchheimer.

Rekordverdächtiger Schnitt

Schnellster Pilot war dieses Mal Sebastian Nägel. Von seinen insgesamt 631 Kilometern, die er zwischen Schwäbischer Alb und Schwarzwald absolvierte, lagen knapp 340 innerhalb des Wertungsfensters. Das ergibt einen rekordverdächtigen Schnitt von knapp 136 Kilometern pro Stunde. Dabei muss man sich vergegenwärtigen, dass die Piloten regelmäßig in Aufwinden kreisen müssen, um an Höhe zu gewinnen. Da sie in dieser Zeit kaum Streckenkilometer zurücklegen, sind die geflogenen Geschwindigkeiten zwischen den Aufwinden noch deutlich höher. Nahezu die gleiche Strecke wie Nägel flog sein Vereinskamerad Sören Nölke, der bei ähnlicher Gesamtstrecke mit dem gleichen Flugzeugtyp auf einen Schnitt von 135 Kilometern pro Stunde kam.

Den mit 960 Gesamtkilometern wohl beeindruckendsten Flug der Kirchheimer Piloten lieferte Mario Kießling ab: Er startete wie seine Kameraden auf der Hahnweide, flog von dort die Schwäbische Alb entlang bis zum Südschwarzwald, folgte dem Schweizer Jura und wendete erst auf der Höhe von Genf. Entlang des Jura ging es zurück, dann dem Schwarzwald nach Norden folgend bis zum Odenwald und von hier aus östlich am Großraum Stuttgart vorbei bis zur Alb und wieder auf die Hahnweide, wo er nach knapp acht Stunden wieder landete. Lars Reinhold

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