Lokalsport

Kirchheimer trotzen dem Frostschock

Tischtennis VfL gewinnt Oberliga-Kellerduell gegen den SC Staig mit 9:4.

Kirchheim. Aufatmen bei den Tischtenniscracks des VfL Kirchheim: Durch den 9:4-Heimsieg über Kellerkonkurrent SC Staig haben sich die Teckstädter Luft im Abstiegskampf verschafft. Dabei stand die Austragung bis kurz vor Spielbeginn auf der Kippe (siehe Infoartikel).

Den ersten Punkt holten Matthias Gantert und Klaus Hummel. Mit 3:0 beherrschten sie das Spitzenduo der Gäste klar. Sanmay Paranjape mit Simon Gessner und auch Michael Klyeisen an der Seite von Patrick Strauch sicherten mit cleverem Spiel den 3:0-Start.

Sehenswerte Ballwechsel waren in Simon Gessners Partie gegen Ex-Bundesliga-Akteur Gerd Richter an der Tagesordnung. Trotz eines 0:2-Satzrückstandes kämpfte sich der Kirchheimer zurück und hatte beim 9:6 im Entscheidungsdurchgang den Erfolg schon vor Augen. Allerdings reichte es nicht ganz, und Gessner musste Richter nach dessen Fünfpunkteserie zum 11:9-Sieg gratulieren.

VfL-Spitzenspieler Sanmay Paranjape agierte den Temperaturen entsprechend wie „schock-gefrostet“. Die Sätze eins und drei gingen zwar in die Verlängerung, doch am Ende konnte sein Gegenüber Valerie Rakov für Staig auf 2:3 verkürzen.

Matthias Gantert und Michael Klyeisen zeigten sich von der Kälte unbeeindruckt. Während Gantert gegen Thomas Huber über die vollen fünf Sätze gehen musste, ließ Klyeisen gegen Thilo Merrbach keine Zweifel an einem souveränen 3:0 aufkommen.

Mit dem 5:2 auf dem Display sollten Patrick Strauch und Klaus Hummel an Position fünf und sechs die Vorentscheidung bereits auf dem Schläger haben. Beide taten sich jedoch extrem schwer, sodass zwei weitere Marathon-Matches angesagt waren. Den Ausschlag dafür, dass beide gewannen, machte sicherlich nicht der Heimvorteil. Dieser war aufgrund der Temperaturen, die auch das Material beeinflussten, wenn überhaupt nur dadurch geboten, dass man sich in der Halle besser als der Gegner auskannte.

Einen annähernd identischen Spielverlauf wie in ihren ersten Matches zeigten Paranjape gegen Richter und Gessner gegen Rakov. Völlig konsterniert über seine eigene Leistung ging Kirchheims Nummer eins auch in seinem zweiten Einzel 0:3 unter. „Diese Matches muss ich ganz schnell vergessen“, stellte der Inder fest. Gessner kämpfte sich erneut nach 0:2 Sätzen zurück, dann drehte er im Durchgang fünf ein 2:8 in ein 8:8. Doch kurz vor dem Ziel entglitt ihm auch diese Partie wieder mit 9:11.

Die Hoffnungen auf den doppelten Punktgewinn ruhten nun auf dem mittleren Paarkreuz mit Matthias Gantert und Michael Klyeisen. die 3:1 sowie 3:0 gewannen.jce

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