Lokalsport

Kirchheimer verzocken sich

Tischtennis Der VfL rutscht nach der 4:9-Heimniederlage gegen Oberliga-Spitzenreiter VfR Birkmannsweiler auf den Abstiegsrelegationsplatz ab.

Gespannte Erwartung: Michael Klyeisen (links) und Patrick Strauch hatten im Spitzendoppel das Nachsehen. Foto: Markus Brändli
Gespannte Erwartung: Michael Klyeisen (links) und Patrick Strauch hatten im Spitzendoppel das Nachsehen. Foto: Markus Brändli

Eine zu erwartende Niederlage gegen Ligaprimus VfR Birkmannsweiler hat Tischtennis-Oberligist VfL Kirchheim hinnehmen müssen. Beim 4:9 war zwar eine Leistungssteigerung zu erkennen, trotzdem rutscht das Teck-Sextett auf den Relegations-Abstiegsplatz.

„Zu Hause sind wir derzeit mindestens eine Klasse stärker als auswärts“ resümierte Patrick Strauch das Ergebnis gegen den verlustpunktfreien Tabellenführer aus dem Ortsteil von Winnenden mit Blick auf die Vorwoche. Da hatte der VfL beim Tabellennachbarn TTC Gnadental noch eine herbe Klatsche bekommen. Trotzdem war der Mannschaftsführer nicht wirklich zufrieden, da sowohl die Doppeltaktik nicht aufging als auch einige aussichtsreiche Partien das schlechtere Ende aus Sicht der Gastgeber fanden.

Vor der Begegnung hatte Markus Holzer fiebererkrankt seine Teilnahme absagen müssen, sodass Andreas Rohr nach 16 Jahren Abstinenz sein Oberligadebüt feiern konnte. Weiterhin in Indien verweilt Kirchheims Nummer eins, Sanmay Paranjape, bei den Gästen pausierte der ehemalige zweifache Afrikameister Thomas Ogurinde.

Mit einer faustdicken Überraschung wartete das neu formierte Doppel Geßner/Rohr auf, das nach hartem Kampf im Entscheidungssatz gegen Zavoral/Pasaloglu in der Verlängerung siegte. Enttäuschend verliefen die beiden anderen Doppelbegegnungen, in denen Klyeisen/Strauch keine Chance hatten und Gantert/Hummel ihre Führung im ersten Satz nicht heimbrachten und dann immer schwächer wurden. „Wenn du gegen so ein Team nach den Doppeln nicht in Führung liegst, dann fallen die Gewinnaussichten ins Bodenlose“, wusste der sichtlich frustrierte Routinier Klaus Hummel, der später auch seine beiden Einzelpartien verlieren sollte.

Geßner im Pech

Von der Doppelüberraschung motiviert, legte Simon Geßner gegen Zavoral überragend los. Mit beidseitig knallharten Topspinschlägen führte er gegen den favorisierten Polen schnell mit 2:0, ehe dieser taktisch umstellte, das Spiel drehte, um im fünften Satz ziemlich glücklich zu gewinnen.

Wiedermal satzverlustfrei bleib der beste Spieler der Oberliga, der chinesische Abwehrmann Peng Gao, wobei Michael Klyeisen im zweiten Satz mit neun Punkten einen Achtungserfolg erzielte.

VfL-Spieler des Tages war erneut der derzeit bärenstarke Matthias Gantert, der zunächst dem erfahrenen Schiek keine Chance ließ und auch im zweiten Durchgang den favorisierten Teliysky von der Platte fegte. In Rekordzeit fertigte auch Patrick Strauch den Nachrücker Pasaloglu ab, während Andreas Rohr am Nebentisch lange gut mithielt, dann aber doch beim 1:3 seinem Gegner Yildiz gratulieren musste. Nachdem auch Klyeisen gegen Zavoral gut mitgespielt hatte, aber gegen dessen Offensivfeuerwerk nur reagieren konnte, war es Klaus Hummel, der eine sicher geglaubte 2:0-Satzführung entnervt abgab, sodass das 4:9-Endergebnis feststand.

Am kommenden Samstag, 10. Februar, reist das VfL-Sextett zum badischen Oberliga-Vertreter TTV Ettlingen, wo sich die Kirchheimer Verantwortlichen jedoch auch keine allzu großen Siegchancen ausrechnen.kh

Spielstenogramm

VfL Kirchheim - VfR Birkmannsweiler 4:9

Klyeisen/Strauch - Gao/Schiek 0:3; Geßner/Rohr - Zavoral/Pasaloglu 3:2; Gantert/Hummel - Teliysky/Yildiz 0:3; Geßner - Zavoral 2:3; Klyeisen - Gao 0:3; Gantert - Schiek 3:0; Hummel - Teliysky 1:3; Strauch - Pasaloglu 3:0; Rohr - Yildiz 1:3; Geßner - Gao 0:3; Klyeisen - Zavoral 1:3; Gantert - Teliysky 3:1; Hummel - Schiek 2:3

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