Lokalsport

Kirchheimer weiter auf Streckenjagd

Segelfliegen Die Piloten der Fliegergruppe Wolf Hirth sind im Grand Prix und bei der deutschen Meisterschaft gut dabei.

Auf Siegkurs: Thilo Holighaus. Foto: privat
Auf Siegkurs: Thilo Holighaus. Foto: privat

Kirchheim. Kaum dass die Medaillen des Hahnweide-Wettbewerbs vergeben und die Gäste aus aller Welt abgereist sind, gehen die Piloten der Fliegergruppe Wolf Hirth wieder auf Jagd nach großen Strecken. Und das mit Erfolg. Mit zwei Tagessiegen in drei Rennen hat sich Tilo Holighaus im Finale des Segelflug-Grand-Prix im spanischen La Cerdanya an die Spitze der Gesamtwertung gesetzt.

Bereits am ersten Wettbewerbstag am Sonntag hatte sich Holighaus auf dem Weg zu den Wenden an die Spitze setzen können und flog einen Vorsprung von 25 Sekunden auf den Zweitplatzierten Gintas Zube aus Litauen heraus. Für die 258 Kilometer lange Strecke benötigte der Kirchheimer nur eine Stunde und 52 Minuten. Am zweiten Wertungstag lief es nicht ganz so rund, am Ende reichte es für Platz sieben. Sieger wurde der Pole Sebastian Kawa, der seit vielen Jahren zur Weltspitze zählt, mehrere Weltmeistertitel hält und im Vorjahr knapp vor Sebastian Nägel - ebenfalls Pilot der Fliegergruppe Wolf Hirth - gewinnen konnte. Am Dienstag griff Tilo Holighaus wieder an und konnte durch taktisch kluges Fliegen seinen zweiten Tagessieg perfektmachen und sich an die Spitze der Gesamtwertung setzen. Der siebte und letzte Wertungstag findet am Samstag statt.

Achtungserfolge bei DM

In der parallel zum Hahnweide-Wettbewerb ausgetragenen deutschen Meisterschaft der Standardklasse flogen mit Sebastian Nägel, Sören Nölke, Maximilian Schäfer und Philip Schulz vier Piloten aus Kirchheim mit. Nach sieben Wertungstagen belegte Nägel den vierten Platz, Nölke folgte auf Platz 15 vor Schulz (19.) und Schäfer (26.).

In der Segelflug-Bundesliga kämpft der Verein weiter im unteren Drittel der Tabelle. In der siebten Ligarunde erreichten Mario Kiessling, Rainer Rauch und Nils Prokisch den 13. Platz. Im Gesamtklassement stieg die Fliegergruppe Wolf Hirth damit auf den 22. Platz. Lars Reinhold

Die Formel 1 des Segelflugs

Der Grand Prix ist eine recht junge Wettbewerbsform im Segelfliegen, bei der im Gegensatz zu den meisten anderen Wettbewerben alle Teilnehmer im „Regattastart“ im gleichen Augenblick ihr Rennen beginnen. Auch hier führen die Strecken über mehrere Hundert Kilometer um mehrere Wendepunkte, aber da alle zur gleichen Zeit starten, ist ihre aktuelle Position auf der Strecke auch ihr aktueller Platz im Tagesclassement. Der Grand Prix ist also eine Art Formel 1 des Segelfluges. Wer als Erster die Ziellinie überfliegt, gewinnt und kassiert Punkte für die Gesamtwertung.lr

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