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Lokalsport

Knights stehen sich selbst im Weg

Basketball Die Kirchheimer Korbjäger müssen sich nach dem sensationellen Sieg gegen Zweitliga-Tabellenführer Rasta Vechta trotz guter erster Halbzeit bei den Panthers aus Schwenningen mit 70:74 geschlagen geben.

Die Zweitliga-Basketballer aus Kirchheim lagen in Schwenningen schon aussichtsreich in Führung, verpassten es aber, sich entscheidend abzusetzen. Am Ende gewannen die Panthers verdient mit 74:70. Foto: Eibner-Pressefoto/Nina Sander

Gegen die Panthers aus Schwenningen ist für die Kirchheimer Zweitliga-Basketballer scheinbar einfach kein Kraut gewachsen. Am Sonntagabend setzte es im achten Aufeinandertreffen seit 2019 die achte Niederlage. Dabei verloren die Ritter vor allem im vierten Viertel beim Tabellenvorletzten den Faden. In der Tabelle verpassen die Schwaben durch diese Niederlage die Möglichkeit in die Play-off-Ränge zu klettern.

Die Ernüchterung nach dem sensationellen Heimsieg gegen Tabellenführer Rasta Vechta am vergangenen Dienstag folgte für die Mannen von Headcoach Igor Perovic nun quasi auf dem Fuß. Zunächst fanden die Ritter gegen die Panthers gut in die Partie. Vor allem die Defensive agierte griffig und konsequent. Nach einem 0:4-Rückstand ging es über 6:6 mit einer 18:14-Führung nach den ersten zehn Spielminuten zunächst nur in eine Richtung.

 

Wir haben offensiv zu einfallslos und defensiv zu statisch agiert.
Chris Schmidt
Sportchef der Knights
 

Auch das zweite Viertel wurde zwar kein basketballerischer Leckerbissen, jedoch entpuppte sich die Verteidigungsarbeit der Ritter als überaus wirkungsvoll. Erneut nur 14 Zähler wurden den Gastgebern gestattet. Dennoch konnten sich die Kirchheimer zu keinem Zeitpunkt entscheidend absetzen. In die Kabinen ging es mit einem 34:28-Zwischenstand aus Sicht der Kirchheimer. Auch der gute Start ins dritte Viertel brachte keine frühzeitige Entscheidung. Zwar erhöhten die Kirchheimer auf eine Elf-Punkte-Führung, jedoch kämpften sich die Panthers eindrucksvoll zurück und verkürzten noch vor dem Schlussabschnitt auf 49:46.

Das vierte Viertel musste die Entscheidung bringen, und nun waren den Rittern die schweren Beine, aber auch die mentale Blockade anzumerken. Viel zu oft verstrickten sich die Kirchheimer Korbjäger offensiv in dasselbe Muster und Einzelaktionen, während bei Schwenningen nun die Guards viel Verantwortung übernahmen und in der Zone Jacob Knauf für entscheidende Punkte sorgte. „Wir haben offensiv zu einfallslos und defensiv zu statisch agiert. Die vielen Rebounds haben Schwenningen wieder zurück ins Spiel gebracht“, so die Analyse von Sportchef Chris Schmidt. Am Ende versuchten die Ritter nochmal alles, doch die Schwenninger hatten genug Selbstvertrauen getankt und trafen nun teilweise sehr schwierige Würfe, was den Kirchheimern letztlich den Zahn vollends zog.

Für die Teckstädter geht es nun mit zwei Duellen gegen den Tabellendritten aus Dresden in der Pro A weiter. Zunächst findet die Auswärtspartie am kommenden Freitag in Dresden statt. Das Spiel wird wieder per Livestream unter www.sportdeutschland.tv übertragen. cs